Im vergangenen Sommer probierte die Stadt Hechingen im Hallenfreibad einen Flex-Betrieb aus: Bei gutem Wetter wurde das Freibad, bei schlechtem das Hallenbad geöffnet. Foto: Roth

Eine Besucherzuwachs von knapp 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und zufriedene Gäste: Der Flex-Betrieb im Sommer im Hallenfreibad war aus Sicht der Stadtverwaltung ein Erfolg.

Neues Konzept, großer Erfolg. So bewertet die Stadt Hechingen ihr Experiment in der abgelaufenen Sommersaison im Hallenfreibad. Erstmals bestimmte das Wetter mittels des sogenannten Flex-Betriebs, ob das Hallen- oder das Freibad öffnet.

 

Das bedeutet kurz gesagt: Ist das Wetter gut, bereitet das Schwimmbadteam das Freibad samt Liegebereich vor. Steht eine Regenperiode an, wird den Gästen das Schwimmerlebnis im Hallenbad ermöglicht. Zwar, so kündigte die Verwaltung im Vorfeld an, könne man nicht täglich oder gar stündlich auf sich verändernde Wetterbedingungen reagieren, zumindest aber in Perioden.

Der Versuch scheint aufgegangen zu sein. Auf Nachfrage heißt es von Sprecher Thomas Jauch: „Die Stadt ist außerordentlich zufrieden mit dem Verlauf der Flex-Saison.“ Erfreulich für die Verwaltung dazu: Die Öffnungen des Hallen- oder des Freibades hätten dank präziser Wettervorhersagen fast durchweg mit den tatsächlichen jeweiligen Wetterverhältnissen harmoniert.

58 922 Besucher zählt das Hallenfreibad im Sommer

Die positive Bilanz schlägt sich auch in den Besucherzahlen nieder: 58 922 Besucher konnten nach Angaben der Stadtverwaltung in der Flex-Saison gezählt werden. Das waren 17,64 Prozent mehr als im Vorjahr. Damals war lediglich das Freibad geöffnet, einen Kombibetrieb gab es nicht.

Der diesjährige Sommer glich einer Achterbahnfahrt. Hitzeperioden und Schlechtwetterphasen wechselten sich ab – sprich: optimale Wetterverhältnisse für den Flexbetrieb. So hatte das Freibad immerhin an 71 Tagen geöffnet, das Hallenbad an 35 Tagen.

Gerade die Öffnung des Hallenbades bei schlechtem Wetter habe einen wesentliche Teil zum Anstieg der Besucherzahlen beigetragen. Die Stadtverwaltung begründet das auch mit dem Bäderbetrieb in umliegenden Gemeinden. In diesen hätten die Hallenbäder im Sommer grundsätzlich geschlossen gehabt, das Hechinger Bad habe dementsprechend an den Hallenbad-Tagen viel Zulauf aus der umliegenden Region bekommen.

Positive Rückmeldung bekam das Badepersonal auch von den Gäste, schreibt Thomas Jauch weiter: „Das Ankündigungssystem über die Internetseite der Stadt und über den Instagram-Account des Hallenfreibades hat sich von Anfang an bewährt und wurde von allen Badegästen akzeptiert.“

Schwimmbadkommission hat das letzte Wort

Insbesondere Familien mit Kindern hätten den Flexbetrieb sehr gelobt, da bei schlechtem Wetter ins Hallenbad ausgewichen werden konnte und der geplante Badetag so nicht sprichwörtlich „ins Wasser” fallen musste. Mit dem Flexbetrieb habe man entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen der unterschiedlichen Besuchergruppen reagieren können.

Ob der Begeisterung spricht viel für einen weiteren Flex-Betrieb im kommenden Sommer, oder? Final entschieden ist das jedenfalls noch nicht. Das letzte Wort hat die Schwimmbad-Kommission des Gemeinderats. Ein Termin für eine Sitzung des Gremiums hierfür sei aktuell noch nicht terminiert.

Doch Jauch betont auch: „Das Modell hat sich bewährt.“ Seit 30. September läuft nun wieder die Hallenbadsaison. Geöffnet hat das beliebte Hechinger Ausflugsziel Dienstag bis Freitag, 7 bis 20 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag von 9 bis 20 Uhr. Montags ist das Bad geschlossen.