Der Hattrick ist perfekt: Nach den Turniersiegen in Balingen und Nagold siegt der FC Holzhausen auch in Empfingen. Das Finale war eine spannende Angelegenheit. Titelverteidiger SG Empfingen enttäuscht.
Bereits nach dem zweiten Gruppenspieltag war am Samstag klar, dass es einen neuen Titelträger geben würde. Die SG Empfingen startete mit zwei Pleiten und war folglich früh aus dem Rennen. Am Ende sicherte sich der FC Holzhausen knapp den Titel. „Letztes Jahr haben wir zwei Titel in der Halle geholt, dieses Jahr wollten wir alle drei. Das ist uns gelungen“, fasste Kapitän Niklas Schäuffele zufrieden zusammen. Wir haben den Spielfilm zum Hallencup.
Gruppenphase: In Gruppe A marschierte erwartungsgemäß der FC Holzhausen voraus. Siege gegen Dornstetten (6:0), Vöhringen (5:3) und Freudenstadt (4:2) brachten den Verbandsligisten als Gruppensieger ins Viertelfinale. Zweiter wurde die SpVgg Freudenstadt, die mit einem spektakulären 6:5 gegen die SGV ins Turnier gestartet war.
Spannende Duelle
Spannend war die Gruppe B. Letztlich setzten sich mit den Landesligisten aus Tuttlingen und Albstadt auch hier die favorisierten Teams durch. Stark präsentierte sich die SG Weildorf/Bittelbronn, welche den Albstädtern ein 3:3 abtrotzten, im entscheidenden Duell gegen Tuttlingen aber den Kürzeren zogen (3:4).
Beide Teams der heimischen SGE starteten in Gruppe C – für das Viertelfinale qualifizierten sich aber die SGM Schramberg/Sulgen und der VfL Nagold. Während der Titelverteidiger von Alexander Eberhart ohne Punkte und mit einer schwachen Leistung die Segel streichen musste, spielte die SGE II stark auf. So gab es nicht nur einen 3:1-Sieg im internen Duell zum Auftakt, sondern auch ein 3:2 gegen Schramberg zum Abschluss. Zum Verhängnis wurde letztlich bei drei Teams mit je sechs Punkten das Torverhältnis, welches beim 1:8 gegen Nagold ruiniert wurde.
Trainer Florian Kleindienst war trotzdem begeistert von seiner Mannschaft und sagte gegenüber unserer Redaktion: „Wir haben uns das am Donnerstag erkämpft und es war eine schöne Belohnung sich mit diesen Teams messen zu dürfen. Vom Einsatz und der Einstellung war es top, das haben auch die Zuschauer honoriert. In so einer Situation wie gegen Nagold müssen wir uns noch etwas entwickeln, dass es da nach den ersten Gegentreffern nicht so weitergeht. Ich bin aber sehr zufrieden.“
Heiko Belser überzeugt
Zwei Teams aus dem Zollernalbkreis setzten sich in Gruppe D durch. Die TSG Balingen II holte sich mit sieben Punkten den Gruppensieg. Zweiter wurde der starke Bezirksligist von der SGM Gruol/Erlaheim. Mit Winterneuzugang Heiko Belser sammelte man sechs Punkte. Der VfR Sulz schied mit vier Punkten als Dritter aus.
Viertelfinale: Kurzen Prozess machte der FCH mit den 07ern aus Albstadt. Unter anderem dank vierer Michel-Treffer stand es recht zügig 6:0. In der Folge schaltete man mehrere Gänge zurück und Albstadt konnte noch vier Treffer erzielen – Endstand folglich 6:4.
Torhüter treffsicher
Recht zügig führte auch der SC 04 Tuttlingen gegen Freudenstadt. Aus einem komfortablen 3:0 wurde aber auch aufgrund einer Zeitstrafe noch ein 3:2. Der Freudenstädter Hamza Djekic sah direkt nach Schlusspfiff nach Protesten vom Schiedsrichter noch die Rote Karte.
Deutlich war die Partie zwischen dem VfL Nagold und Gruol/Erlaheim. Aushilfstorwart Chris Wolfer, der seinen am Arm verletzten Kollegen ersetzte, erzielte auf tolle Art und Weise die ersten beiden Treffer. Am Ende hieß es 5:1.
Ein Tor von Paul Gaiser entschied die Partie zwischen der Balinger U23 und Schramberg/Sulgen. Der Bezirksligist musste auf den in der Vorrunde überragenden Ballzauberer Flavius-Nicolae Oprea verzichten, erzielte aber kurz vor Schluss fast den Ausgleich.
Packende Halbfinals
Halbfinale: Zunächst kam es zum Duell zwischen Holzhausen und Nagold. Der Verbandsligist legte wieder los wie die Feuerwehr und ging durch einen Djermanovic-Doppelpack 2:0 in Führung. Anschließend parierte Lysander Skoda einen Strafstoß, trotzdem kam Nagold nach Toren von Perparim Halimi und Jan Beifuß zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Dieser wehrte aber nur kurz, denn Lukas Foelsch stellte auf 3:2 und Niklas Schäuffele markierte nach starker Einzelleistung den 4:2-Endstand.
Packend war das zweite Semifinale: Der Schiedsrichter verweigerte einem astreinen TSG-Treffer beim Spielstand von 1:1 die Anerkennung. Der Ball war genau im Eck eingeschlagen und sofort wieder aus dem Tor gesprungen. U19-Spieler Bastian Berger schoss sein Team gegen Tuttlingen dann aber mit dem entscheidenden 2:1 ins Finale.
Finale: Das Finale begann taktisch geprägt, jedoch trotzdem mit Chancen auf beiden Seiten. Ein Doppelschlag von Foelsch und Djermanovic brachte den FCH aber auf die Siegerstraße. Christos Thomaidis machte es mit seinem Treffer nochmal spannend. Es ging hin und her, am Ende war der FCH aber einen Tick cleverer und holte sich den Sieg. Den 3. Platz sicherte sich mit einem torreichen 5:3 der Vorjahresfinalist aus Nagold.