Der FC Holzhausen bejubelt den Turniersieg. Foto: WAGNER Foto-Media

Der Sieger von 2025 jubelt auch 2026: Absolut verdient sichert sich der FC Holzhausen den Sieg in der Empfinger Täleseehalle. Die SG Empfingen wird Zweiter, Nagold Dritter.

Hätten sich die Organisatoren des Empfinger Hallencups ein Finale wünschen können, es wäre wohl das Duell des Gastgebers mit dem FC Holzhausen gewesen: Und genau diese beiden Mannschaften standen sich im Endspiel auch gegenüber.

 

Dieses wurde letztlich aber zu einer einseitigen Angelegenheit, im Duell der Titelträger von 2025 (FCH) und 2024 (SGE) war der Verbandsligist am Ende der verdiente Sieger: Alexander Harachasch brachte Holzhausen früh in Führung, der wie immer offensiv agierende Torhüter Lysander Skoda donnerte den Ball zum 2:0 in die Maschen. Die Gastgeber mühten sich, waren aber bei ihren Angriffen oft zu unpräzise. Kevin Fritz hatte bei einem Lattenschuss zudem Pech.

Es wird deutlicher

Nur eine Minute später sorgte Leon Hayer mit dem 3:0 für die Vorentscheidung, Niklas Schäuffele traf dann aus der eigenen Hälfte zum 4:0 – die Messe war gelesen. Daran änderte auch Marius Tittjungs schöner Treffer zum 1:4 nichts mehr. Flavio Vogt erzielte mit dem 5:1 in Überzahl den letzten Treffer des Tages. Der verletzte Torjäger Janik Michel lobte: „Die Jungs haben das Turnier völlig verdient gewonnen. Man hat eigentlich von Spiel zu Spiel eine Steigerung gesehen.“

SGE-Coach Alexander Eberhart erkannte die Stärke des Siegers an: „Wir sind mit dem 2. Platz sehr zufrieden. Das war das Maximale, was wir erreichen konnten. Mit Lysander Skoda im Tor sind sie wirklich immer in Überzahl. Man kann vorne angreifen, aber das ist wahrscheinlich ein ’Todesurteil’. Wir haben es versucht tief zu spielen, aber sie sind von der Handlungsschnelligkeit einfach einen Tick besser, egal welche Strategie man wählt.“

Im Halbfinale war es zur Neuauflage des letztjährigen Finals gekommen: Der FCH behielt gegen die Balinger U23 mit 4:3 die Oberhand, lag dabei kontinuierlich in Führung. Unter anderem traf Flavio Vogt doppelt.

Kress trifft doppelt

Im zweiten Semifinale war die Spannung in der Halle greifbar: Die heimische SGE traf auf den Ligakonkurrenten VfL Nagold. Philipp Kress wurde von Torhüter Kevin Fritz angeschossen und erzielte so das 1:0 für Empfingen. Marc Rück (per Kopf!) und Jonny Rothfuß drehten das Spiel zugunsten des VfL, ehe Kress kurz vor dem Ende mit einem Gewaltschuss zum 2:2 traf. Bereits im umkämpften Viertelfinale gegen den BSV Schwenningen hatte Kress spät zum entscheidenden 1:0 getroffen.

Im Zehnmeterschießen war dann Torhüter Fritz der eine Held, der andere war Marius Tittjung: Er traf beide seiner Versuche, auf Seiten der Nagolder war nur Ex-Empfinger Panagiotis Karapidis erfolgreich. VfL-Coach Marcel Schuon erklärte: „Wenn man von sechs Zehnmetern nur einen trifft, ist es leider zu wenig. Es war eine sehr ärgerliche Niederlage.“

VfL Nagold wird Dritter

Sein Team sicherte sich gegen die TSG II dann den 3. Platz. Nach Rückstand durch Colin Draskovic traf Marc Rück doppelt, die Balinger vergaben in letzter Sekunde eine große Ausgleichschance.

Die Spielvereinigung aus Freudenstadt spielte mit neun Punkten eine makellose Gruppenphase, unterlag aber dann den Balingern im Viertelfinale mit 3:5. Der TuS Ergenzingen holte in seiner Gruppe nur drei Punkte und schied folglich aus. Selbiges galt für die Empfinger Zweitvertretung und die TSG Wittershausen, welche jeweils einen Punkt holten.