Das Rottenburger Hallenbad muss umfassend saniert werden. Bereichsleiter Philipp Auer von den Stadtwerken stellte die Umbau-Pläne im Gemeinderat vor.
Das Rottenburger Hallenbad oben auf dem Hohenberg-Areal ist 55 Jahre alt. Der Betrieb startete 1970 mit einem großen 25-Meter-Schwimmbecken. Im Jahr 2011 erweiterte man das Bad um ein Vario-Becken (mit höhenverstellbarem Boden) und ein Kinderbecken. Mittlerweile hat sich im älteren Gebäudeteil ein ziemlicher Sanierungsbedarf angestaut. Am Dienstag schilderte Stadtwerke-Bereichsleiter Philipp Auer dem Gemeinderat die Lage.
Unter dem großen Schwimmbecken gibt es Betonschäden, das Flachdach ist fällig, die Wärmedämmung ist schlecht. Auch fast die komplette Technik ist sanierungsbedürftig: Wasseraufbereitung (moderne Anlagen brauchen weniger Chlorgas), Lüftung, Wärmerückgewinnung. Was genau zu tun ist, müssen die Stadtwerke erst noch begutachten lassen.
Becken bekommt Edelstahl
Sicher ist schon mal: Das große Becken wird auf Edelstahl umgerüstet, ähnlich wie schon das Freibad. Das ist angenehmer für die Badegäste, und erheblich weniger reparaturanfällig als die herkömmlichen Fliesen. Eine neue schallschluckende Decke soll dafür sorgen, dass es auch bei vollem Betrieb nicht so laut wird. Mit der umfassenden Sanierung werde „eine langfristige Nutzbarkeit erreicht“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Energieverbrauch werde verringert und „die Barrierefreiheit gestärkt“.
Der Umbau soll von Mai 2028 bis Herbst 2029 laufen, sagte Auer am Telefon. In den ersten paar Monaten – während das Freibad geöffnet ist – werde man das Hallenbad komplett schließen müssen. Ab Herbst 2028 könne man hoffentlich den neuen Familienbereich provisorisch abtrennen und wiedereröffnen, während im Altbau nebenan die Sanierungsarbeiten weitergehen. So ähnlich war es auch 2013: Beim Abriss der damaligen Hohenberg-Sporthalle war das danebenliegende Bad beschädigt worden, aber der Bade-Betrieb konnte damals trotz der notwendigen Reparaturen mit Einschränkungen weiterlaufen.
Der Gemeinderat befürwortete das Vorhaben am Dienstag einstimmig. Damit kann die Stadtverwaltung nun Zuschüsse aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beantragen. Die Antragsfrist endet am Donnerstag, 15. Januar. Wenn Rottenburg den Zuschlag bekommt, würde der Bund bis zu 4,3 Millionen Euro bezahlen, die Stadt müsste 5,2 Millionen Euro aufbringen. So ist es auch bereits in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt verankert.