Die Kosten für die Sanierung und Modernisierung der Sulzer Gemeindehalle werden aktuell mit 4,15 Millionen Euro beziffert. Foto: Priestersbach

Die Sulzer Gemeindehalle ist fast 70 Jahre alt, und der Startschuss für die notwendige Sanierung und Modernisierung ist gefallen – Kostensteigerungen inklusive.

Wildberg - In der jüngsten Sitzung des Wildberger Gemeinderats stand die Vergabe von zehn weiteren Gewerken mit einer Gesamtsumme von rund 1,17 Millionen Euro auf der Tagesordnung – und die Kosten der Sanierung steigen dem aktuellen Trend folgend weiter.

Größte Einzelgewerke waren im aktuellen Ausschreibungspaket die Elektrotechnik (373 186 Euro), die Wärmeerzeugungsanlagen (323 427 Euro), die Lufttechnischen Anlagen (189 570 Euro) sowie die Metallbauarbeiten (106 457 Euro). Auffallend bei den Vergaben waren jetzt nicht nur die momentan üblichen Preissprünge, sondern ebenfalls der Umstand, dass bei mehreren Gewerken nur ein Angebot im Rathaus einging.

"Wie zu befürchten war, liegen wir rund eine halbe Million Euro über der Kostenschätzung", erklärte Bürgermeister Ulrich Bünger mit Blick auf die vorliegenden Vergabevorschläge. Wurden die Kosten der Hallensanierung im Januar noch auf 3,51 Millionen geschätzt, geht man nach der jüngsten Kostenberechnung von 4,15 Millionen Euro aus – was einer Kostensteigerung von rund 18,5 Prozent entspricht. So weit wie möglich, soll dieser Kostensprung durch eine Erhöhung der Förderanträge kompensiert werden, erklärte der Rathauschef.

Ostertag: "Kostensteigerungen sind schon heftig"

"Wir werden zustimmen, aber die Kostensteigerungen sind schon heftig", machte Gerhard Ostertag als Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat deutlich. Bei dieser Gelegenheit erinnerte er daran, dass man bei den Planungen vor Jahren noch bei gut zwei Millionen Euro angefangen hatte. Wie Gerhard Ostertag außerdem befürchtet, "werden die 4,15 Millionen Euro noch nicht das Ende der Fahnenstange sein".

Positiv ist in seinen Augen, dass immerhin die Zuschüsse in ähnlicher Weise steigen werden – und unbestritten handle es sich bei der Hallensanierung um eine "letztlich sinnvolle Investition". Bürgermeister Bünger stellte in seiner Erwiderung fest: "Wenn wir eine neue Halle bauen würden, wären es ganz andere Dimensionen." Und so gaben die Räte anschließend einstimmig grünes Licht für die Vergaben. Die Fertigstellung der Hallensanierung ist im Frühjahr 2024 vorgesehen.