Matthias Ginter (rechts) und Deniz Undav werden sich am Donnerstag wohl häufiger auf dem Feld begegnen. Foto: Harry Langer/dpa

Vor 13 Jahren standen sich VfB Stuttgart und SC Freiburg schon mal im DFB-Pokalhalbfinale gegenüber. Eine „VfB-Geschichtslehrstunde“ für Sebastian Hoeneß.

Am Tag vor dem großen DFB-Pokalhalbfinale gegen den SC Freiburg stand für VfB-Coach Sebastian Hoeneß nach der Pressekonferenz noch ein Gespräch mit Christian Gentner an. Denn der heutige Sportdirektor der Stuttgarter stand beim letzten Pokalhalbfinale zwischen dem VfB und dem SCF als Kapitän auf dem Feld.

 

Fast auf den Tag genau vor 13 Jahren setzten sich die Schwaben im Südwest-Duell mit 2:1 durch und zogen ins Finale ein. „Würde ich gerne wissen, wie er das Spiel in Erinnerung hat“, sagte Hoeneß nach der „VfB-Geschichtslehrstunde“ auf der Pressekonferenz.

Im Tor der Stuttgarter stand damals der heutige Bayern-Keeper Sven Ulreich, neben Gentner trugen zudem unter anderem Antonio Rüdiger und Martin Harnik das Trikot mit dem Brustring und feierten den Finaleinzug.

SC-Trainer und Abwehrchef bildeten damals die Doppelsechs

Julian Schuster wird im Gegensatz zu seinem Gegenüber Hoeneß keine Auffrischung in Sachen Freiburger Pokalhistorie benötigen. Denn der heutige SC-Chefcoach war 2013 selbst dabei und führte die Elf von Trainer Christian Streich als Kapitän aufs Feld. Bei der 1:2-Niederlage neben ihm auf der Doppelsechs: Der Freiburger Abwehrchef Matthias Ginter.

„Schon beim Aufwärmen habe ich damals gemerkt, dass eine sehr gute Stimmung im Stadion herrschte. In der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Es stand zur Halbzeit bereits 2:1 für den VfB, dabei ist es auch leider geblieben. Ich habe damals noch im Mittelfeld agiert. Es war bitter für uns, dass wir nicht gewinnen konnten“, erinnert sich Ginter auf der Homepage des DFB an das Spiel.

Matthias Ginter weiß, wie sich ein Pokalsieg anfühlt

Seitdem hat Ginter viel erlebt: 2014 wurde er Weltmeister, 2017 holte er mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal und weiß damit, wie es sich anfühlt, einen Titel zu gewinnen. Ein Halbfinale zu spielen sei dennoch „auf keinen Fall Routine“, sagt Ginter. „Ein Halbfinale ist immer noch etwas ganz Besonderes. Der Pokalwettbewerb an sich ist sehr besonders“, sagt der gebürtige Freiburger, der insgesamt drei Mal im Pokalfinale stand. Zuletzt im Jahr 2022, als der Sport-Club erstmals in der Vereinsgeschichte das größte Spiel im deutschen Fußball bestritt. Einige aus dem Team von damals sind heute noch dabei.

VfB Stuttgart kann Historisches schaffen

Auch die Stuttgarter können Historisches erreichen und erstmals zum zweiten Mal in Serie ins Pokalfinale einziehen. „Allein das Erlebnis für uns alle, in Berlin zu sein, war großartig“, sagte Hoeneß. Und im Gegensatz zu den meistens Freiburgern wissen einige Stuttgarter auch, wie es ist, den Pokal am Ende in due Luft zu heben. „Das werden wir nie vergessen“, sagte Hoeneß. Und dennoch würde er es gerne auch in diesem Jahr erleben.