Ben Schmidt erspielte sich am Klavier beim 70. Jugendwettbewerb des Tonkünstlerverbandes einen dritten Preis. Foto: Sabine Stadler

Der zehnjährige Ben Schmidt aus Haiterbach kehrte mit einem dritten Preis vom 70. Jugendwettbewerb des Tonkünstlerverbandes Baden-Württemberg zurück.

Am Wettbewerb für Klavier, Streicher und Streicherkammermusik sowie Gesang, Pop und Jazz beteiligten sich in diesem Jahr 89 junge Musizierende im Alter zwischen sechs und zwanzig Jahren. Ben Schmidt hatte für seinen Vortrag neben Beethovens „Für Elise“ drei weitere Stücke vorbereitet, mit der er die Jury in der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart überzeugte. Teilgenommen hatte er in der Kategorie 1c, in der die Jahrgänge 2015 und 2016 antraten.

 

Dabei hat er erst vor drei Jahren mit dem Klavier spielen begonnen. Inspiriert hat ihn sein Opa, der immer spielte, aber auch seine klavierspielende Mama. Der 80-jährige Großvater ist für den zehnjährigen Ben ein großes Vorbild. Das Tasteninstrument des Opas steht jetzt bei der Familie von Ben zuhause. „Ich spiele nur wegen ihm Klavier. Opa hat mir schon als Siebenjährigem Kinderlieder beigebracht“, erzählt er voller Stolz.

Kurze Zeit hatte der Gymnasiast – er besucht die fünfte Klasse des Nagolder Otto-Hahn-Gymnasiums – in Nagold Klavierunterricht. Seit zweieinhalb Jahren unterrichtet ihn Musikpädagogin Jelena Mirkov im Bürgerhaus in Oberschwandorf. „Der Wettbewerb ist ein Ansporn für die Teilnehmer, ihre Lernfortschritte unter professionellen Bedingungen zu zeigen“, weiß die Klavierlehrerin. Ihr ist darüber hinaus bekannt, dass Ben große Unterstützung, auch in der mentalen Vorbereitung, durch seine Eltern erfährt.

Übungsfrei ist nur der Samstag

Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der Fünftklässle, dass er sehr gerne Stücke von Beethoven spiele, aber auch solche von Mozart und Bach. Er nennt sie seine Lieblingskomponisten, mag aber auch Stücke der neuen populären klassischen Musik, wie beispielweise von Ludovico Einaudi.

Zukünftig in einer Band zu spielen, fände Ben Schmidt toll. Zudem findet er es „geil, ein eigenes Lied zu schreiben.“ Mit seiner Mama spielt er auch vierhändig. Geübt wird jeden Tag, außer samstags, immer morgens etwa eine halbe Stunde. Der Samstag ist reserviert fürs Fahrradfahren und Schanzen bauen, erzählt er über seine täglichen Übungssequenzen am Klavier.

Ein Hobby von Ben Schmidt ist das Trampolinspringen. Außerdem hört er gerne Popmusik und spielt auch ein paar entsprechende Stücke auf dem Klavier. Ziele hat er sich für das Klavierspiel nicht gesetzt, aber eine Teilnahme beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ kann sich der Preisträger des vom Tonkünstlerverband ausgelobten Jubiläumswettbewerbs auch vorstellen.

„Ich kann’s doch“

An Selbstbewusstsein, so seine Mama, mangle es ihrem musikalischen Sohn nicht. Auf ihre Frage vor einem Auftritt im Nagolder Kubus, ob er denn aufgeregt sei, sagte er ihr: „Muss ich nicht, ich kann’s doch.“ Und genau mit diesem Können überzeugte er und brachte den Preis beim Jugendwettbewerb mit nach Hause.