Südtirol war das Ziel einer fünftägigen Wanderreise des Haiterbacher Schwarzwaldvereins. Die Teilnehmer genossen die Landschaft, die Kultur und die Küche dort.
Je näher die Reisegruppe ihrem Ziel kam, desto blauer wurde der Himmel, desto strahlender schien die Sonne, in der Ferne erhob sich beeindruckend, mächtig und schneebedeckt die Ortlergruppe. Eine kurze Pause am Reschensee, bekannt durch seinen einsam aus dem Wasser ragenden Kirchturm. Entlang der Etsch, die in dieser Region entspringt, ging es bergab bis zur Talsohle des Vinschgau, ins Apfelparadies, nach Naturns .
Die nächsten Tage erwiesen sich als traumhaft – strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, Temperaturen um die 18 Grad. Die Apfelernte war noch im Gange, die letzten Sorten hingen an vollen Spalierbäumen und warten auf ihre Pflücker. Kleine Traktoren fahren sie im Anhänger hochgestapelt in Kisten, ins zentrale Lager.
Der Zufrittsee hieß die Haiterbacher mit unterschiedlichen Blautönen willkommen. In ihm spiegeln sich die eisigen Gletscher der Ortlergruppe, und der herbstliche Wald, mit gelb leuchtenden Lärchenbäumen. Die Wanderer genossen die Stille, sie atmeten kühle Bergluft und konnten die Augen nicht von diesem Naturschauspiel abwenden.
Jahrhunderte zurück versetzt
Als sehenswert erwies sich Glurns, eine kleine Stadt im Vinschgau. Rundherum zieht sich eine mittelalterliche vollständig erhaltene Stadtmauer mit Wehrgang. Hinein kommt man nur durch alte Stadttore, große Busse passen nicht durch, Personenwagen nur, wenn der Gegenverkehr es zulässt. Die Gruppe fühlte sich Jahrhunderte zurück versetzt. In einem Straßencafé genossen die Ausflügler italienisches Dolce Vita.
Anschließend ging es mit der Seilbahn hinauf nach St. Martin im Kofel, einem urigen Bergbauerndorf oberhalb des Tales gelegen, mit einer einzigartigen Aussichtslage.
Meran erlebten die Reisenden als lebhafte Stadt mit mediterranem Klima, unterhalb des Vinschgau gelegen. Zahlreiche Besucher zog es schon immer hierher, die berühmteste wahrscheinlich die österreichische Kaiserin Sissi. Außerdem besuchten sie Schloss Trauttmansdorff mit seinem sehenswerten botanischen Garten.
Schnalstal zum Abschluss
Den Abschluss im Programm bildete ein Besuch im Schnalstal, dort, wo so mancher Wanderer auf dem E5 der Alpenüberquerung herunter steigt, mit Meran als Ziel. Dort liegt der Vernagt-Stausee, an dessen Seite man auf einem Naturweg entlang gehen kann.
Es war schön und erlebnisreich diese Region kennen zu lernen, ganz besonders der Tiroler Törggelen Abend, mit voller Sangeslust. Die Unterkunft war hervorragend, das Essen regional, rundherum gut aufgehoben. Ein Dankeschön an unseren Busfahrer Otto, der uns wieder sehr gut gefahren hat.
Die Reise war von Elisabeth und Heinz Jooss organisiert und geplant worden.