Vor knapp zwei Jahren fiel in Haiterbach die Entscheidung, keinen neuen Bauhof zu bauen. Stattdessen wurde eine bestehende Halle im Waldweg gekauft. Dort startet nun der Ausbau.
In einer Klausurtagung im November 2023 hatte der damalige Gemeinderat unter Bürgermeister Andreas Hölzlberger angesichts der sich zuspitzenden Finanzlage beschlossen, beim geplanten Neubau eines Bauhofes die Reißleine zu ziehen. Zum damaligen Zeitpunkt war absehbar, dass ein Neubau unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen am Ende mit gut vier Millionen Euro zu Buche geschlagen hätte.
Stattdessen konnte die Stadt Haiterbach eine bestehende Kalthalle im Waldweg 71 erwerben. Sie wird schon seit geraumer Zeit genutzt, beispielsweise als Lagerhalle und Abstellplatz für die Bauhoffahrzeuge, wie Bauhofleiter Heiko Härdter erklärt.
Mit der Nutzung der Halle Waldweg 71 als neuen Bauhofstandort wird man am Ende rund eine Million Euro im vergleich zum Neubau sparen, erklärt der ehemalige Bauamtsleiter Werner Braun. Er wurde von der Stadt Haiterbach für diese Maßnahme als Projektleiter beauftragt.
Der neue Bauhof soll nach Abschluss aller Arbeiten schließlich als einziger Standort übrig bleiben. Wegfallen wird also der bisherige Hauptstandort im Breitenäckerweg sowie auch die bestehende Kalthalle im Waldweg, die neben dem neuen Standort gelegen ist.
Einbau von Lagerboxen
In diesen Tagen wurde mit dem Ausbau des neuen Standorts begonnen. In der 50 auf 30 Meter großen Halle werden auf einer Seite in Holzbauweise fünf Lagerboxen eingebaut. Das beauftragte Unternehmen Harr wurde dabei von Mitarbeitern des Bauhofes unterstützt.
In gewissen Umfang könnten Eigenleistungen einfließen, sagt Härdter. Jedoch wolle man andere Arbeiten und Aufgaben nicht zu Lasten des Bauhofausbaus vernachlässigen. Projektleiter Braun ist auch so kein Freund davon, den Handwerksfirmen die Arbeit wegzunehmen.
Die Halle wird weiterhin als Kalthalle betrieben. Dennoch wird es innerhalb der Halle einen Warmbereich geben. So werden Werkstatt, Büros und Sozialräume für die zwölf Mitarbeiter des städtischen Bauhofes untergebracht.
Ein Teil davon – Büro und Sozialräume – wird in einem zur Straße hin ausgerichteten Anbau an die Halle untergebracht. Der Beginn der Arbeiten für den Anbau ist laut Braun für Mitte kommenden Jahres vorgesehen
Teil des Geländes soll vermarktet werden
Das Dach der Halle bleibt vorerst unberührt – auch, weil sich dort eine Photovoltaikanlage befindet. Das Dach wurde zu diesem Zweck vermietet. Die Stadt hat also nebenbei Mieteinnahmen.
Einnahmen könnten laut Braun auch durch die Vermarktung der Grundstücksfläche hinter der Halle generiert werden. Dies sei so beabsichtigt.