Bürgermeister Andreas Hölzlberger, Marc Spies, Anna Lena Jacobs und Birgit Riedel (von links) setzen auf eine gute Zusammenarbeit im Haiterbacher Mehrgenerationenhaus.Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Mehrgenerationenhaus: Neue Leitung stellt sich Gemeinderat vor / Viele Bürger suchen Rat

In der jüngsten Sitzung stellte sich das neue Mitarbeiter-Team des Haiterbacher Mehrgenerationenhauses dem Gemeinderat vor. "Wir setzen gemeinsam mit der Diakonie auf eine gute Zusammenarbeit", erklärte Bürgermeister Andreas Hölzlberger, dass trotz Pandemie einiges los sei im Mehrgenerationenhaus.

Haiterbach. Seit Jahresanfang leitet Birgit Riedel (Projektleiterin) zusammen mit Anna Lena Jacobs (Integrationsmanagement) das Mehrgenerationenhaus in Haiterbach. Wie Marc Spies, Abteilungsleiter des Diakonieverbandes, dem Gremium einleitend mitteilte, sei es erfreulich, dass nach dem Weggang von Gerlinde Unger praktisch eine nahtlose Stellenbesetzung möglich gewesen sei. Mit der Verteilung auf zwei Köpfe ist das Team im Mehrgenerationenhaus künftig personell breiter aufgestellt.

Nicht minder positiv sei die neuerliche Bundesfinanzierung. So wurde der Förderzeitraum des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus auf acht Jahre ausgedehnt, was natürlich eine gute Planungssicherheit bis 2028 biete. Während der Bund jährlich 30 000 Euro zur Verfügung stellt, schießt die Stadt Haiterbach weitere 10 000 Euro zum Betrieb der Einrichtung zu. Für konkrete Projekte können daneben weitere Fördermittel in Anspruch genommen werden. "Das schafft beste Voraussetzungen für neue Projekte und Initiativen", unterstrich Marc Spies.

Für das Integrationsmanagement in Haiterbach, Egenhausen und Rohrdorf ist Anna Lena Jacobs zuständig. Die 44-jährige Diplompädagogin begleitet Flüchtlinge auf dem Weg in Richtung Eigenständigkeit in Bezug auf die Sprache oder das soziale Umfeld wie Wohnen.

"Wir sind gut angekommen in Haiterbach und angetan vom Engagement der Bürger", erklärte Projektleiterin Birgit Riedel nach dem ersten Vierteljahr, dass es auch im Rathaus bei Hauptamtsleiter Benjamin Finis immer ein offenes Ohr für das Mehrgenerationenhaus gebe. Das bürgerschaftliche Engagement sei für sie seit jeher eine "Herzensangelegenheit" – auch wenn derzeit pandemiebedingt viele Angebote mit Begegnung und Präsenz kaum möglich seien. Doch gebe es viele Bürger, die im Mehrgenerationenhaus Rat suchen, oder Menschen mit Migrationshintergrund, die Hilfe brauchen.

UBL-Rat Gerhard Gutekunst machte deutlich, dass personelle Neuanfänge auch Chancen bieten und betonte: "Mit neuen Ideen rennen sie bei uns offene Türen ein." Auf die Frage von Johann Pagitz (Freie Wähler), welche Neuerungen konkret geplant seien, wies Birgit Riedel darauf hin, dass man noch in der Einarbeitungsphase sei. Das Mehrgenerationenhaus lebe unter dem Motto "Miteinander – Füreinander" vom Engagement der Bürger. Und da sei vieles denkbar, Riedel, die unter anderem daran denkt, den Senioren das Thema Digitalisierung näher zu bringen.

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