Bei der Landtagswahl gibt es wie bisher fünf Wahllokale in Haiterbach.Archiv-Foto: Katzmaier Foto: Schwarzwälder Bote

Corona: Stadtverwaltung ist für Sonntag gut vorbereitet / Rund 1300 Anträge auf Briefwahl eingegangen

Die Stadtverwaltung Haiterbach ist für den kommenden Wahlsonntag gerüstet. Trotz Corona bleiben die Wahllokale und die Abläufe bis auf kleinere Abweichungen wie gehabt. Mit großen Wartezeiten für die Wähler rechnet Hauptamtsleiter Benjamin Finis nicht.

Haiterbach. Schulungen vor Wahlen sind für die Stadtverwaltung nichts neues. Vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag besuchte Hauptamtsleiter Benjamin Finis allerdings situationsbedingt eine Schulung zu "Wahlen unter Pandemiebedingungen".

Auch die Wahl am Sonntag steht unter der Maßgabe, die Kontakte möglichst gering zu halten. Das, so Finis, zeige sich beispielsweise bei der Zahl der Wahlkabinen, die im Rathaus von drei auf zwei reduziert wurde. Natürlich bestehe Maskenpflicht. Zur Not habe man auch noch Masken vorrätig. Auch Desinfektionsmittel stehe bereit. Man habe die Wähler dazu aufgerufen, möglichst ihren eigenen Kugelschreiber von zu Hause mitzubringen, sagt der Hauptamtsleiter.

Der Aufenthalt im Wahllokal ist zudem beschränkt. Die Wähler müssen davor warten, bis sie an der Reihe sind.

Mit langen Wartezeiten rechnet Finis allerdings nicht. Dazu dürfte auch beitragen, dass mit einer relativ hohen Zahl an Briefwählern gerechnet wird. Rund 1300 Wähler hätten die Unterlagen dafür angefordert, erklärt Finis. Wobei noch nicht gesagt werden könne, dass die Antragsteller dann auch tatsächlich alle von der Briefwahl Gebrauch machen werden,

Jene, die persönlich wählen wollen, können wie immer in das für ihren Bezirk ausgewiesene Wahllokal kommen. Wie bisher gibt es fünf Wahllokale – zwei in der Kernstadt und zudem jeweils eines in den Teilorten Beihingen, Oberschwandorf und Unterschwandorf.

In Unterschwandorf gibt es dabei eine Anpassung innerhalb der Räumlichkeiten. Statt wie bislang im Obergeschoss des Rathauses zu wählen, wird dieser Vorgang in das darunter liegende Feuerwehrgerätehaus verlegt. Dort, so Finis, sei es geräumiger und auch gut belüftet.

Coronabedingt werden dieses Mal auch mehr Wahlhelfer eingesetzt. Statt drei Helfer pro Wahllokal werde es in diesem Jahr vier geben, so Finis. Während drei sich wie bisher auf die gewohnten Abläufe rund um den eigentlichen Wahlvorgang konzentrieren können, kann eine weitere Kraft so ein Auge darauf haben, dass die Vorgaben zum Corona-Schutz eingehalten werden.

Rund 60 Wahlhelfer seien im Einsatz, sagt Finis. Der Aufwand, diese zu gewinnen, sei dabei überschaubar gewesen. Nur wenige hätten aufgrund gesundheitlicher Bedenken abgesagt.

Für die Wahlhelfer gebe es am Freitag ein Testangebot. Sollte es Corona-Fälle geben, habe man immer noch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung als Ersatzkräfte in der Hinterhand.

Für die Auszählung selbst gebe es im Haiterbacher Rathaus ausreichend Platz, um die Sicherheitsabstände einzuhalten. Da sich die Auszählung im Vergleich zu den Kommunalwahlen einfacher gestaltet, geht Finis von einem zügigen Ablauf aus. Durch die Coronamaßnahmen würden die Abläufe dabei nicht verzögert.

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