Unter den Todesopfern des Autounfalls in Südtirol ist auch eine ehemalige Haiterbacherin. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Frau wohnte früher in Kuckucksstadt. Bürgermeister und Bevölkerung zeigen Betroffenheit.

Haiterbach - Unter den sieben Todesopfern des schweren Autounfalls in Südtirol ist auch eine 23-Jährige, die früher in Haiterbach gewohnt hat.

Die Nachricht hat in Haiterbach vielfach schwere Betroffenheit ausgelöst: Die 23-Jährige, die früher in der Kuckucksstadt lebte, inzwischen aber in Hamburg Medizin studierte, gehört auch zu den Opfern der Todesfahrt eines 27-Jährigen. Dieser war am 5. Januar in eine Reisegruppe junger Deutscher gefahren, die den Berichten nach aus einer Diskothek gekommen war.

Beileidsbekundigungen auch auf Facebook

Der Fahrer soll nicht nur mit deutliche überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Bei ihm wurde auch eine starke Alkoholisierung festgestellt. Von einem schrecklichen Unglück sprach am Mittwoch Bürgermeister Andreas Hölzlberger. Dies mache aufgrund der örtlichen Nähe dann noch betroffener. "Die Haiterbacher sind in Gedanken bei der Familie", sagte Hölzlberger, den schon zahlreiche entsprechende Rückmeldungen aus der Bevölkerung erreicht haben. Auch auf dem Facebook-Profil der 23-Jährigen hatten Nutzer vielfach Beileidsbekundungen hinterlassen.

Kritik war im Internet über die Art der Berichterstattung verschiedener Medien, vorneweg der Bildzeitung, laut geworden. Diese hatte mehrere Bilder von Unfallopfern unverpixelt abgedruckt. So auch ein Foto der 23-Jährigen. Offenbar war dabei allerdings auch ein Foto einer unbeteiligten Frau abgedruckt worden, die noch lebt.

In der Berichterstattung in Südtirol wird mit den Informationen recht offen umgegangen. So sind auf verschiedenen Seiten nicht nur der volle Name des 27-Jährigen Unfallverursachers, sondern auch der Opfer veröffentlicht.

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