Im Kampf um den "Närrischen Ohrwurm" brauchen die Jungs von "Odeng" die Unterstützung der Fans. Foto: Privat

"Odeng" aus Haiterbach für "Närrischen Ohrwurm 2016" des SWR nominiert. Unterstützung der "Roten Funken".

Nagold/Haiterbach-Oberschwandorf - Diesmal reicht Daumendrücken nicht aus: Die Nagolder/Haiterbacher Schwaben-Blödel-Formation "Odeng" ist für den "Närrischen Ohrwurm 2016" des SWR-Fernsehens nominiert.

Am Fastnachts-Sonntag, 7. Februar, entscheiden die Fernsehzuschauer per Telefonabstimmung, ob die schrille Band aus hiesigen Gefilden in den Stimmungs-Olymp aufsteigen darf.

Übertragen wird die SWR-Veranstaltung am 7. Februar ab 16 Uhr live aus der Stadthalle Singen in den dritten TV-Programmen des SWR. "Odeng" müssen sich dabei in diesem närrischen Contest gegen insgesamt 13 andere Kandidaten aus dem gesamten Südwesten durchsetzen, rechnen sich aber gute Chancen aus, wie Thomas Kinne alias Odeng-Keyboarder, Quetschkommodenspieler und offizieller Betreuer der weiblichen Fans "Dommi Tschägger" aus Haiterbach-Oberschwandorf erläutert. Schließlich hat man es aus dem ursprünglichen Bewerberfeld mit immerhin 60 Bands bereits ins Finale geschafft. Und der für den Wettbewerb eingereichte Song aus der Playlist von Odeng, "Wer schloft, verpennt des Leba", hat tatsächlich reichlich Hit- und Ohrwurm-Potenzial, wie das eigens gedrehte Video davon beweist; zu sehen im Internet: www.odeng.eu/video.

Und auch die offiziellen Teilnahmebedingungen des SWR-Wettbewerbs erfüllt "Odeng" mit Bravour: Bereits seit Gründung der Band vor knapp zwei Jahren werden immer und ausschließlich nur selbstkomponierte Songs gespielt, niemals Cover-Songs – wichtigste Voraussetzung, um auch den "Närrischen Ohrwurm" zu erringen. Außerdem spielt Odeng bei den eigenen Auftritten, die sich üblicherweise, wenn man nicht gerade zu einem Sänger- und Musiker-Wettstreit antritt, immer zu einem "Riesen-Happening", quasi einem "Schwaben-Musical" zum Beispiel mit kulinarischem Rahmenprogramm, entwickeln, immer live auf eigenen Instrumenten. Vom Tonband oder aus der Konserve kommt da nichts. "Unsere Musik ist durchweg handgemacht", so Dommi Tschägger.

Profi-Musiker sind nicht zugelassen

Und die beim SWR-Contest antretenden Band-Mitglieder dürfen keine Profi-Musiker sein; zugelassen sind nur Stimmungs-Formationen, die bestenfalls "aus dem Fastnachts-Volk" landauf, landab gewachsen sind. Auch das trifft auf Odeng zu: Dommi Tschägger (Thomas Kinne), Tom Bönzle (Thomas Walsdorff), Michel Gluf (Mike Kühner), Olli Zischt (Olli Petersen) und Olaf Hanf (Olaf Ehmert) haben alle auch noch ihre "zivilen" Berufe. Wobei sie trotzdem alle viele Jahre Erfahrung als Musiker mitbringen, und auch jeweils neben Odeng noch in verschiedenen anderen Band-Projekten unterwegs sind.

So ist auch die ursprüngliche Idee zu "Odeng" (schwäbisch für "Unding") aus den Live-Erfahrungen der Odeng-Musiker in diesen anderen Band-Projekten entstanden, erzählt Thomas Kinne, der nur im weißen Gigolo-Anzug, den italienischen schwarz-weißen Lack-Tretern und dem passenden Hut dazu zu "Dommi Tschägger" wird. "Bei Live-Konzerten stellte sich heraus, dass bekannte internationale Songs mit neuen, schwäbischen Texten beim Publikum tierisch gut ankamen." Die Stimmung in den Sälen bekam immer noch mal einen Tick mehr an Raserei. So lag die Schlussfolgerung nahe, mal etwas nur mit schwäbischen Texten zu machen.

Beim Jammen im Proben-Raum entstanden die ersten Songs. Und die Idee, "das Rad noch ein bisschen weiter zu drehen", wie Kinne es ausdrückt. "Wir wollten die Songs durch eine Story verbinden, eine Geschichte erzählen." Klar brauchte man dafür dann auch richtige Protagonisten, die in diese Geschichte passten; samt ihren passenden Legenden. Und auch die waren bald gefunden: Michel Gluf – "emmer am Bruddla, aber trommelt wie’d Sau"; Dommi Tschägger – "drückt auf sämtliche Tasten und Anderes"; Tom Bönzle – "singender und klampfender Geldsack"; Olli Zischt – "der Klampfbulle vor dem Herren"; und Olaf Hanf – "will net singen, aber basst scho." Zu jeder Figur waren dann auch schnell die passenden Kostüme entwickelt, mit denen man bei eigenen, abendfüllenden Auftritten das aktuelle Programm "Schwobamädla" (so auch der Titel der ersten Odeng-CD) präsentiert – ein turbulenter, mitreißender Stimmungs-Zweiakter. Das ultimative Schwaben-Musical eben, mit dem Odeng auch im neuen Jahr durch die Region tingelt. So wird es beispielsweise am 19. März einen großen Auftritt in der Sporthalle Oberschwandorf geben, mit Musik, Kabarett ("Gschwätz") und bestem schwäbischen Essen.

Unterstützung der "Roten Funken"

Doch jetzt steht erst einmal "Singen in Singen" auf dem Programm. Als Unterstützung nehmen Odeng die Showtanzgruppe "Rote Funken" Waldachtal mit an den Bodensee, die neben dem Musikverein und der Feuerwehr Oberschwandorf sowie der Rockband "TooLate" aus Rohrdorf auch beim Video-Dreh in der Wirtschaft zum Besawirt in Oberschwandorf mitgemacht haben. Was für Odeng auch schon eine gewisse Anzahl notwendiger Anrufe für die Telefonabstimmung beim "Närrischen Ohrwurm" bringen sollte. "Aber um den Sieg nach Hause zu holen, braucht es sicher noch mehr Hilfe der heimischen Fans." Von denen es reichlich geben müsste – schließlich war das allererste öffentliche Konzert von Odeng im vergangenem Jahr in Jettingen in nur einer Woche restlos ausverkauft.

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