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Haiterbach Rekordzuschuss für Breitbandausbau

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Ein solches Glasfaserrohr, das Bürgermeister Andreas Hölzlberger in Händen hält, soll schon bald in jedem Keller der Kuckucksstadt liegen. Foto: Stadtverwaltung Foto: Schwarzwälder Bote

Das erlebt man nicht alle Tage: Die Stadtverwaltung Haiterbach rechnet damit, dass 2020 insgesamt Zuschüsse von 4,7 Millionen Euro für den Breitbandausbau bewilligt werden – eine Rekordsumme.

Haiterbach. "Fast 5 Millionen Euro an Zuschüssen in einem Jahr für solch ein absolutes Zukunftsthema – das gab es in Haiterbach sicher noch nie", freut sich Bürgermeister Andreas Hölzlberger über den Geldsegen, der von Land und Bund bereits bewilligt wurde und dieses Jahr noch zu erwarten ist. Eine Landeszuschuss in Höhe von 1,02 Millionen Euro nahm der Haiterbacher Schultes erst in Stuttgart von Digitalisierungsminister Thomas Strobl in Empfang. Nun wurden vom Bund mit 900 000 Euro für das Industriegebiet Haiterbach und 1,14 Millionen Euro für die Verlegung von Glasfaser in Altnuifra und verschiedenen Gebieten in der Kernstadt bewilligt. Über etwas mehr als drei Millionen Euro liegen also schon Förderbescheide vor.

"Das Geld von Bund und Land ist in Haiterbach gut angelegt", so Hölzlberger. Aktuell lässt die Stadt schon für rund 4,88 Millionen Euro durch die EnBW-Tochter Netze-BW Glasfaserleitung in Beihingen, Oberschwandorf und der Kernstadt legen. Mit den nun bewilligten Mitteln kann der zweite große Ausbauabschnitt angegangen werden.

"Für die beiden vom Bund bewilligten Ausbauvorhaben beantragen wir nun die Kofinanzierung des Landes Baden-Württemberg", erläutert Hölzlberger die weitere Vorgehensweise. Der Bundeszuschuss beträgt 50 Prozent der Nettobaukosten. Das Land Baden-Württemberg schießt weitere 40 Prozent aus Landesmitteln dazu, weshalb Haiterbach fest mit der Bewilligung weiterer 1,63 Millionen Euro durch das Land rechnet.

Danach geht die Arbeit für die Verwaltung erst richtig los: Schließlich müssen nach dem aktuellen Bauvorhaben gleich wieder Tiefbauarbeiten mit einem geschätzten Volumen von 7,83 Millionen Euro (6,58 Millionen ohne Mehrwertsteuer) in der Kuckucksstadt umgesetzt werden.

Der Eigenbetrieb Breitband des Landkreises bereitet nach Information der Stadtverwaltung gerade mit den beteiligten Städten und Gemeinden eine weitere Generalunternehmerausschreibung vor. "Wir konzentrieren uns voll auf die Umsetzung, um unser Ziel einer Erschließung aller Grundstücke mit Glasfaser schnell zu erreichen", sagt Hölzlberger.

Diesem 100-Prozent-Ziel sei man in Haiterbach schon bald ziemlich nahe: Nimmt man die gerade laufenden Ausbauarbeiten und die bewilligten Ausbaugebiete zusammen, werden nach Einschätzung des Beratungsbüros der Stadt annähernd 90 Prozent aller Grundstücke in Kürze mit Glasfaser erschlossen sein.

Die restlichen Bereiche sind alle zu gut mit Internet versorgt, weshalb die sogenannte Eingreifschwelle für die Bewilligung eines Ausbaus durch Bund und Land derzeit nicht erreicht wird. "Auch den Ausbau dieser Gebiete haben wir fest im Blick", so Hölzlberger. Der Ausbau wird sukzessive im Rahmen von Straßen- oder Kanalsanierungsarbeiten durchgeführt oder angegangen, sobald sich die Voraussetzungen ändern und auch für aktuell gut versorgte Straßenzüge ein Ausbau bewilligt wird.

Nach der Kostenschätzung werden für die verbleibenden Straßenzüge für einen Vollausbau weitere 4,3 Millionen Euro investiert werden müssen. Am Ende werden mindestens 17 Millionen Euro (14,3 Millionen ohne Mehrwertsteuer) im Erdreich vergraben sein.

Für Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU) zeigt dieser Mittelfluss, wie wichtig das Internet für Privathaushalte ist. "Für die Bürger ist schnelles Internet heute unverzichtbar", sagt Fuchtel, "denn in allen Lebensbereichen benutzen wir es. Egal ob Online-Banking, Streaming von Serien und Filmen oder Reisebuchungen: Das Internet ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Daher werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass der Zugang zu Breitband in unserem ländlichen Raum möglich gemacht wird."

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