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Haiterbach Ortskenntnisse wertvoll für Polizeiarbeit

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Klaus Armbuster, Revierleiter in Nagold (links), und Jürgen Hammann, Postenleiter in Haiterbach (rechts), verabschieden Manfred Balke nach mehr als 40 Jahren bei der Polizei. Foto: Katzmaier Foto: Schwarzwälder Bote

Er kennt die Haiterbacher –­ und die Haiterbacher kennen ihn: Manfred Balke, seit mehr als 40 Jahren im Polizeidienst, davon allein 39 Jahre beim Polizeiposten Haiterbach, geht nun in den Ruhestand.

Haiterbach. Manfred Balke ist der erste Ansprechpartner innerhalb des Polizeipostens Haiterbach, wenn es um spezielle Kenntnisse zu Personen und Örtlichkeiten geht. "Das wird uns fehlen", sagt Postenleiter Jürgen Hammann. "Da rufen wir ihn einfach zuhause an", fügt er scherzend hinzu.

Auch wenn er kein gebürtiger Haiterbacher ist, so wohnt Balke seit 1980 in der Kuckucksstadt und kennt sich aus. Manche würden sagen, dass man nicht an dem Ort wohnen sollte, an dem man arbeite. "Ich hatte damit nie ein Problem", sagt Manfred Balke.

Mit 22 Jahren kam er 1980 auf den Polizeiposten in Haiterbach, der damals noch in der Altnuifraer Straße lag und anfangs selbst mit Holz beheizt werden musste, wie sich Balke schmunzelnd erinnert.

1974 war Balke in den Polizeidienst eingetreten. Stationen waren Bruchsaal und Lahr. Erste Aufgaben Objekt- und Personenschutz. Es war die Zeit der RAF.

In den Jahren vor dem Wechsel nach Haiterbach, von 1976 bis 1980, war Balke im Streifen- und Verkehrdienst in Nagold tätig.

Von 1985 bis zur Postenreform im Jahr 2005 leitete Manfred Balke den Polizeiposten Haiterbach. Mit der Zusammenführung der Posten Hochdorf und Haiterbach wurde Jürgen Hammann Postenleiter, weil, wie dieser erklärt, man jemand wollte, der studiert hat.

Balke war mit der Mittleren Reife in den Polizeidienst eingetreten, bildetet sich aber intern fort und erreichte seinen jetzigen Rang als Polizeihauptkommissar.

Seit der Reform 2005 übernahm Balke bei der Polizei in Haiterbach die Jugendsachbearbeitung. Nicht ausschließlich, denn neben diesen Fällen landeten freilich auch andere Fälle auf seinem Schreibtisch.

Die Arbeit sehe heutzutage auf jeden Fall anders aus als in der Anfangszeit, erklärt Balke. "Früher waren wir viel auf Streife und bei der Verkehrsüberwachung." Das sei heute zeitlich gar nicht mehr möglich. Neue Themen bestimmen den Arbeitsalltag, beispielsweise die Internetkriminalität.

Hammann sieht noch eine andere gesellschaftliche Entwicklung. Heute werde schneller und häufiger die Polizei gerufen, wenn es Probleme im privaten Bereich gebe. Das könne daran liegen, dass sich Nachbarn heute weniger kennen und Probleme nicht unter sich klären.

Viel Arbeit sei auf den Posten auch mit der Asylunterkunft in Gründringen zugekommen, die im Einzugsbereich des Postens liegt. Er ist nämlich seit der Reform auch für die Nagolder Stadtteile Schietingen, Gündringen, Vollmaringen und Hochdorf zuständig.

Den Polizeiposten in Haiterbach bezeichnet Klaus Armbruster, Leiter des Polizeireviers Nagold, als wichtige und unverzichtbare Einrichtung. Balke selbst habe sich durch seine ruhige und souveräne Art ausgezeichnet. Der Polizeidienst sei für ihn Berufung gewesen.

"Wenn es wenig Straftaten gibt, sind wir erfolgreich", sagt Armbruster. Da schwingt der Nebensatz mit, dass man bei niedrigen Zahlen aber nicht auf die Idee kommen sollte, der Posten sei überflüssig. Doch der Posten hat auch in der Zeit nach Balke Bestand. Über eine Nachfolge wird laut Armbruster am 15. April entschieden.

Balke selbst scheidet offiziell zum Monatsende aus. Der tatsächliche Dienst verkürzt sich aber durch freie Tage. Da der 61-Jährige aber zuletzt auf 60 Prozent Arbeitsumfang reduziert hatte, ist der Übergang in die Zeit mit mehr Freizeit kein ganz so harter Schnitt.

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