Das Fluggelände bleibt im Fokus der Bundeswehr. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder-Bote

Absetzgelände: Umweltprüfung folgt

Das Verteidigungsministerium wird die angelaufenen Untersuchungen für Haiterbach als Übungsgelände für das Kommando Spezialkräfte fortsetzen. Die Position Haiterbachs soll im Verfahren Berücksichtigung finden.

Haiterbach. Nach dem mit knapp 61 Prozent Ja-Stimmen angenommenen Bürgerentscheid hatte die Haiterbacher Bürgerinitiative recht schnell erklärt, dass das Absetzgelände damit "de facto vom Tisch" sei, sich die Bürger keine Sorgen mehr machen müssten.

Nachdem schon die Landesregierung dazu betont hatte, dass der Bürgerentscheid lediglich die Kommune binde, reagierte nun auch das Bundesverteidigungsministerium in Berlin auf eine Anfrage des Schwarzwälder Boten. Darin heißt es: "Die bei der Landesbauverwaltung von Baden-Württemberg beauftragte Umweltprüfung für das identifizierte Absetzgelände des Kommandos Spezialkräfte in Haiterbach wird im Rahmen des luftrechtlichen Verfahrens für ein Ersatzgelände des Reserveflugplatzes Renningen-Malmsheim fortgesetzt."

Im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen öffentlichen Beteiligungsverfahrens werde die Stellungnahme der Stadt Haiterbach gewürdigt und finde im Abwägungsprozess Berücksichtigung, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Das heißt erwartungsgemäß, dass das Vorhaben auf dem Fluggelände Dürrenhardter Hof für das Verteidigungsministerium nicht vom Tisch ist.

Bürgermeister Andreas Hölzlberger hat indes die Schreiben an Land und Bund mit der ablehnenden Haltung Haiterbachs aufgesetzt. Sie würden in Kürze versendet. Das sei der formale Schritt nach dem Bürgerentscheid. Haiterbach wird dann im Zuge des luftrechtlichen Verfahrens gehört.

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