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Haiterbach Landrat vermeldet zwei Infrastruktur-Coups

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Der Unternehmertreff fand in unmittelbarer Nähe des neuen Verwaltungsgebäudes von Infinex in Haiterbach statt. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Helmut Rieggers Leitlinie zur Verbesserung der Lage im Kreis Calw lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Infrastruktur. In der Hinsicht konnte der Calwer Landrat beim großen Unternehmertreff bei Infinex in Haiterbach mit einem Coup aufwarten. Der teilweise dreispurige Ausbau der B 463 ist in trockenen Tüchern – und Geld für den Mobilfunk gibt es auch.

Kreis Calw/Haiterbach. Für Calws Landrat Helmut Riegger ist die Lage klar. Die Unternehmen – auch die im Kreis Calw – bekommen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht die Wertschätzung, die sie verdienen. Auch deshalb lädt der Landkreis regelmäßig die Unternehmer des Kreises zu einem großen Unternehmertreff ein. In diesem Jahr war die Firma Infinex in Haiterbach Co-Gastgeber – einen Tag vor der Eröffnung ihres neuen Verwaltungsgebäudes mit dem "Infinex-Turm".

Für die gut 250 Gäste des Unternehmertreffs hatte der Calwer Kreischef zwei besondere Nachrichten auf Lager. In seiner vom Thema Infrastruktur dominierten Ansprache konnte er gleich bei zwei Infrastruktur-Vorhaben einen Durchbruch vermelden. Zum einen beim angestrebten teilweise dreispurigen Ausbau der Bundesstraße 463 zwischen Nagold und Pforzheim. Dafür werde der Bund 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen, teilte Riegger mit. "Damit haben wir in ein paar Jahren einen besseren Anschluss an die Westtangente bei Pforzheim und damit zur A 8", so der Landrat.

Millionenzuschüsse gibt es nach Rieggers Worten auch für ein anderes Projekt: "Für den Ausbau des Mobilfunknetzes werden wir zehn Millionen Euro Fördermittel vom Bund bekommen", so der Kreischef. In Sachen Mobilfunk formulierte Riegger dabei nicht den 5G-Mobilfunkstandard als Ziel, sondern: "Mir würde es für die Bevölkerung reichen, wenn wir ein flächendeckendes 4G-Netz hätten." An dieser Stelle war es für Riegger Zeit für eine Prise Sarkasmus: "Dann bauen wir eben auch noch Funkmasten."

Kreis wird sich mit dem Klimaschutz befassen

Diese Aussage war darauf gemünzt, dass der Landkreis auch beim Breitbandausbau das Heft des Handelns in die eigene Hand genommen hat. Da habe man 440 Kilometer Glasfaserkabel im Kreis verlegt, in neun Kommunen werde man jedes Haus mit Glasfaser versorgen. Dafür habe man allein in den vergangenen zwei Jahren 18 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land abgerufen.

Auch die großen Infrastrukturprojekte des Kreises durften bei Rieggers Rede nicht fehlen: die Hesse-Bahn, für die man 60 Millionen Euro investiert, und die Krankenhäuser. Da werden für die Erweiterung des Nagolder Krankenhauses 85 Millionen ausgegeben und für das neue Calwer Krankenhaus samt Gesundheitscampus zusammengenommen 100 Millionen Euro.

Weiterhin kündigte der Landrat an, dass man sich im Kreis in Zukunft des Themas Klimaschutz annehmen werde. Dafür müssten aber alle politischen Akteure – von der EU über den Bund bis hin zu den Kommunen – an einem Strang ziehen.

Was die Unternehmen im Kreis angeht, wiederholte Riegger seine immer wieder hervorgehobene Linie: Er als Landrat und das Landratsamt "werden für Sie bei allen Ihren Vorhaben ein guter und verlässlicher Partner sein."

Bareiss setzt auf Innovationskraft

Nachdem Co-Gastgeber Infinex-Chef Martin Hartl den Gästen sein Unternehmen und das neue Verwaltungsgebäude vorgestellt hatte, betrat der eigentliche Stargast des Abends die Bühne: Thomas Bareiss, seines Zeichens Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, verbreitete von Beginn an Optimismus in Sachen Wirtschaftslage. Er sang das hohe Lied auf die familiengeführten mittelständischen Unternehmen, bezeichnete diese als "das Pfund, auf das wir bauen können". Hob hervor, dass Baden-Württemberg mehr "Hidden Champions" – unbekannte Firmen, die in ihrer Sparte Weltmarktführer sind – habe als die gesamte USA. Bareiss rief die Unternehmen auf, in ihrer Branche Schrittmacher zu bleiben. In Sachen Energiewende will der Unionspolitiker weniger mit Verboten und Regularien arbeiten, sondern setzt vielmehr auf die Innovationskraft von Wissenschaft und Wirtschaft.

Bekocht vom Kochclub Nordschwarzwald und bedient von Helfern des TSV Haiterbach konnten die Besucher den Unternehmertreff in Haiterbach gemütlich ausklingen lassen.

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