Hier soll eine neue Kinderkrippe entstehen. Foto: Priestersbach

Mehrkosten von rund 35000 Euro. Erster Spatenstich am 21. September.

Mötzingen - Der Startschuss für den Neubau einer Kinderkrippe in Mötzingen rückt immer näher: Nach den Sommerferien sollen die Rohbauarbeiten beginnen. Der offizielle Spatenstich wurde auf Freitag, 21. September, terminiert.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden weitere Gewerke auf den Weg gebracht. Wie Bürgermeister Marcel Hagenlocher in Erinnerung rief, lagen die Ergebnisse des ersten Ausschreibungspaketes noch 9000 Euro unter den Kostenvoranschlägen. Das war nun in der zweiten Runde nicht mehr der Fall. So summierten sich die Vergaben der neun Gewerke auf 456. 700 Euro und damit 43. 692 Euro über der Kostenberechnung.

Den größten Posten bilden die Verputzarbeiten mit einer Vergabesumme von 125.064 Euro, während die größte Abweichung von der Kostenberechnung bei den Holz-Alu-Fensterelementen zu verzeichnen war. Statt der ursprünglich veranschlagten 60.000 Euro schlägt dieses Gewerk nun mit 115.535 Euro zu Buche. "Da waren wir bei der Kostenschätzung etwas blauäugig", räumte Architekt Jochen Stuible in der Sitzung ein. Für die überproportionale Preissteigerungen bei den Submissionsergebnissen machte er vor allem die aktuell gute Auftragslage verantwortlich.

Unterm Strich rechnete der Architekt den Räten vor, dass man bisher noch unter der Kostenberechnung liege, nachdem man ja auch zusätzliche Maßnahmen wie unter anderem eine Photovoltaikanlage in das Gesamtpaket von aktuell 2,52 Millionen Euro aufgenommen habe. UWV-Rat Frank Sindlinger bezeichnete dies allerdings als "Trugschluss" und betone: "Schlussendlich liegen wir über den Ansätzen".

Wie Jochen Stuible ebenfalls mitteilte, funktioniere derzeit zwar alles gut, doch bei einer so großen Zahl an beteiligten Firmen "gibt es immer eine, die uns Kummer macht". Auf die Frage von Gemeinderat Egon Stoll, wie sichergestellt werden könne, dass keine Subunternehmen eingesetzt werden, wies der Architekt darauf hin, dass dies nicht sichergestellt werden könne. Allerdings fügte Jochen Stuible aus Erfahrung hinzu: "Ein Subunternehmer muss nicht schlechter sein".

Letztlich stimmte der Gemeinderat allen Vergaben mit einer Gesamtsumme von 456.700 Euro zu.