Jassir Eric wirft bei Männervesper kritischen Blick auf Integration

Haiterbach-Beihingen/Bösingen. Über das Thema "Glauben Christen und Moslems an den gleichen Gott?" sprach der gebürtige Sudanese Jassir Eric aus Korntal beim Männervesper der evangelischen Kirchengemeinde Beihingen-Bösingen in der voll besetzten Bösinger Schindelstube.

Gleich zu Beginn ging Jassir auf die Aussage von Bundespräsident Christian Wulff ein, der erklärte, dass der Islam ein Teil von Deutschland sei. Viele Menschen in Deutschland seien Muslime und natürlich ein Teil von Deutschland, doch der Islam (übersetzt: Unterwerfung) als Religion ist laut Eric das Gegenteil von Freiheit und Demokratie. Er kenne keine Religionsfreiheit oder Gleichheit zwischen Mann und Frau und gehöre als Religion nicht in ein christlich geprägtes Deutschland oder Europa, vertrat Eric. Vor diesem Hintergrund sei für viele Muslime Integration schwer bis unmöglich, denn der Islam und das Verständnis von Demokratie stünden im Widerspruch.

Er kritisierte auch den Islamunterricht an deutschen Schulen, da der Koran als verfassungsfeindliches Buch zu bezeichnen sei.

Dass Osama bin Laden viele Jahre unbehelligt in Pakistan leben konnte, ist für Jassir Eric keine Überraschung, denn ein Moslem würde auch einen schlechten Glaubensbruder nie an seine Feinde ausliefern.

Eric zufolge hat Gott (islamisch: Allah) im Islam keinen Sohn und kann auch nicht als Vater bezeichnet werden, den man im Gebet um etwas bitten kann. Ein Moslem müsse bestimmte Gebetsrituale einhalten, um zu Allah zu kommen. Allah habe keine Beziehung zu Menschen, Jesus sei lediglich ein Prophet.

Der aus einer radikal islamistischen Familie stammende Eric musste den Sudan verlassen, als er 1995 zum Christentum überwechselte. Er konnte seine Familie bis heute nicht wieder besuchen, da sie ihn verstoßen und symbolisch beerdigt haben. Eric ist Pastor einer arabisch- evangelischen Gemeinde in Stuttgart.

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