Der Anstoß zum AK Asyl kam von Gerlinde Unger, Hannelore Schöffler, Marianne Bohnert und Rosemarie Palmer (von links). Foto: Geisel

Ein Arbeitskreis für die Integration: Bürger wollen sich bei der Betreuung von Asylbewerbern engagieren.

Haiterbach - Asylbewerber sollen gut in Haiterbach aufgenommen und integriert werden. Wie sich das am besten umsetzen lassen könnte will sich der neue Arbeitskreis Asyl überlegen. Ein erstes Treffen fand im Mehrgenerationenhaus statt.

Der Anstoß für einen derartigen Arbeitskreis kam von Rosemarie Palmer und Marianne Bohnert vom offenen Treff sowie Gerlinde Unger und Hannelore Schöffler vom Mehrgenerationenhaus. So luden sie alle Interessierten zu einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema Asylbewerber und Einrichten einer unterstützenden Gruppe für diese ein. Mehr als 20 neugierige Bürger und Ehrenamtliche aus Haiterbach und den Teilorten sowie Vertreter von Stadt, Gemeinde, Diakonie, Vereinen und Kirchengemeinde waren zu diesem Anlass gekommen.

Mit Gerd Igney vom Nagolder Arbeitskreis Asyl war ein erfahrener Ansprechpartner eingeladen. Er berichtete über den Verlauf der Arbeit mit den Asylbewerbern in Nagold, die verschiedenen Angebote in der Unterbringung wie Sprachkurse und den Kaffeetreff sowie die wichtigsten Schritte in der Gründung des Arbeitskreises. Die Anwesenden nutzten die Chance, einige Fragen zu stellen, beispielsweise wie es mit der schulischen Ausbildung der Kinder oder der Möglichkeit auf Arbeit für Erwachsene aussieht.

Wie sich am besten Kontakt zu den Asylbewerbern herstellen lässt beschäftigte einige der Anwesenden ebenso, besonders in Bezug auf kulturelle und religiöse Unterschiede zwischen Helfern und Flüchtlingen. Igney konnte allerdings alle beruhigen, damit habe es in Nagold keine Probleme gegeben. Auch die Aufgabenverteilung im Arbeitskreis, die richtige Strukturierung und das Aufrechterhalten des Kontakts unter allen Helfern und Interessierten war Thema.

In Haiterbach sind derzeit 18 Asylbewerber in zwei Häusern untergebracht. Bis Ende dieses Jahres sollen noch 34 dazu kommen, bis Ende 2016 soll die Zahl auf 61 steigen. Derzeit ist von städtischer Seite Sonja Schweikle für diese Asylbewerber zuständig. Ihr möchte der Arbeitskreis unter anderem unter die Arme greifen. Außerdem wollen die Freiwilligen zur Integration der Flüchtlinge beitragen und dafür sorgen, dass sie in der Gemeinde gut und ohne Vorurteile aufgenommen werden.

Nach dem Treffen zeigten bereits ein paar der Anwesenden Interesse an der Mitarbeit im Arbeitskreis. Zunächst wurde erst einmal eine Kontaktliste erstellt, über die alle auf dem Laufenden gehalten werden sollen und in die sich auch jederzeit noch weitere Interessierte eintragen können. Als nächstes soll ein Termin für ein zweites Treffen angesetzt werden, bei dem es konkret um die Suche nach Mitarbeitern, das Erstellen einer Aufgabenstruktur sowie das Sammeln von Ideen für die zukünftige Arbeit gehen soll.