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Haiterbach Folgen für Haushalt noch ungewiss

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Bei der Festhalle würde sich nur noch bedingt sparen lassen, weil ein Großteil der Arbeiten vergeben ist.Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund rechnet mit bis zu 60 Milliarden Euro weniger Einnahmen der Kommunen als Folge der Corona-Beschränkungen. Inwieweit das Haiterbach treffen wird, könne noch nicht abgeschätzt werden. Einen Sparkurs hält Bürgermeister Andreas Hölzlberger aber für das falsche Signal.

Haiterbach. Erste Anzeichen, dass auch der Stadt Haiterbach Einnahmen bei der im Haushalt auf rund 2,8 Millionen Euro angesetzten Gewerbesteuer wegbrechen könnten, gibt es schon. Die Verwaltung würden einzelne Meldungen zu den Vorauszahlungen erreichen, erklärt Bürgermeister Andreas Hölzl­berger auf Anfrage.

Wie sich das letztlich auf die Einnahmensituation auswirke, könne man zum jetzigen Augenblick nicht abschätzen. Man müsse zunächst sehen, was mit den 20 größten Steuerzahlern passiere, so Hölzlberger. Mit Abschluss des zweiten Quartals Ende Juni könne man eventuell schon mehr sagen.

In Gesprächen mit Unternehmern habe er meist positive Rückmeldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung erhalten, sagt der Bürgermeister. Vor allem die Handwerksbetriebe hätten eine gute Auslastung.

Wenn es um Einbrüche durch Krisen geht, blickt Hölzlberger auf die Erfahrungen aus 2008 zurück. Damals habe sich gezeigt, dass man als Kommune erst später, 2009/2010, die Auswirkungen zu spüren bekommen habe.

Von manchen Kommunen kommen schon Reaktionen, nur angefangene Maßnahmen umzusetzen. Jetzt schon auf die Ausgabenbremse zu drücken, hält Hölzlberger indes für "den völlig falschen Weg". Damit die Wirtschaft am Laufen bleibe, brauche es Investitionen. Außerdem würden Maßnahmen in der Regel ja auch nicht ganz gestoppt, sondern nur geschoben. Bei weniger Einnahmen nicht zu Investieren, sei ein falsches Signal, so Hölzlberger.

Im laufenden Betrieb gebe es ohnehin kein Einsparpotenzial. Bei Großinvestitionen mag man in Haiterbach momentan an die Sanierung und Erweiterung der Festhalle denken. Doch das Millionenprojekt ist weit vorangeschritten, zumindest was die vergabe der Arbeiten angeht. Momentan sind noch rund 758 000 Euro zur Vergabe offen. Jetzt noch sparen zu wollen, indem man beispielsweise den Standard der Küche runter fahre, hält Hölzlberger für verfehlt. Denn dann könne es gut sein, dass man später nachrüsten müsse und so unterm Strich Mehrausgaben habe.

Auch die Millioneninvestitionen im Breitband-Bereich seien unverzichtbar. Corona habe beispielsweise durch mehr Homeoffice den Bedarf verdeutlicht.

Und Hölzlberger ist überzeugt, dass nicht mehr alles zurückgefahren werde und Unternehmen beispielsweise an der jetzt erprobten Praxis von Videokonferenzen und auch Homeoffice festhalten werden.

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