Die Maibäume wurden in diesem Jahr nicht mit Muskelkraft, sondern mit schwerem Gerät aufgestellt.Foto: Stadt Haiterbach Foto: Schwarzwälder Bote

Tradition: "Ein bisschen Normalität"

Haiterbach. In allen Haiterbacher Stadtteilen wurden Maibäume aufgestellt. In der Vergangenheit war dies ein örtliches Großereignis, das mit einer anschließenden Bewirtungen gefeiert wurde. Nun fiel diese Tradition zum zweiten Mal in Folge den Corona-Beschränkungen zum Opfer.

Dennoch stehen im Stadtgebiet dank bürgerschaftlichen Engagements fünf Maibäume. In Altnuifra ist der Maibaum dem Engagement von Familie Beck zu verdanken, die wie jedes Jahr einen Baum fällte, schmückte und aufstellte. In Haiterbach, Oberschwandorf, Unterschwandorf und Beihingen wurden die Bäume vom Forstunternehmen Armbruster aus Schenkenzell gefällt. Das auf Holztransporte spezialisierte Unternehmen Kuch Transporte aus Pfalzgrafenweiler-Bösingen sorgte für den Transport zum Aufstellort und stellte die notwendige maschinelle Unterstützung mit einem Kran sicher. Revierförster Thomas Katz organisierte die Aktion.

Vor Ort übernahmen jeweils zwei Vertreter der örtliche Feuerwehrabteilung die Gesamtverantwortung für das Aufstellen und Schmücken der Bäume und stellten die fachmännische Verankerung sicher.

"Die Maibäume sind ein wichtiges sichtbares Zeichen für die Bevölkerung und zeigen wenigstens ein bisschen Normalität in diesen schwierigen Zeiten", freut sich Haiterbachs Bürgermeister Andreas Hölzlberger über diese ehrenamtlich getragenen Aktionen in allen Stadtteilen. Er dankt allen Akteuren für ihr Engagement und zeigt sich zuversichtlich, dass man mit Fortschreiten der Impfungen im nächsten Jahr wieder der alten Tradition folgend die Maibäume im großen Rahmen aufstellen und anschließend gemeinsam feiern kann. Genauso wie das Feiern fehlt allen das wertvolle Gemeinschaftsgefühl, das vor der Pandemie immer sichergestellt war, wenn man die Maibäume gemeinsam gefällt, entastet und entrindet sowie anschließend geschmückt und gemeinsam aufgestellt hat – und anschließend noch gemeinsam feierte.

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