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Haiterbach Bundeswehr will nun Maßnahmen ableiten

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Die Frage, ob in Haiterbach das Absetzgelände entwickelt wird, erscheint momentan ungewiss.Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Benötigt das Kommando Spezialkräfte Calw angesichts des sich abzeichnenden Umbruchs noch das geplante Absetzgelände in Haiterbach? Die Antwort der Bundeswehr auf diese Frage fällt knapp und wenig erhellend aus: Die weiteren Schritte würden nun geprüft.

Haiterbach. So klar die Frage auf der Hand liegt, wie sich die ungewiss gewordene Zukunft des Kommandos Spezialkräfte auf das geplante Militärgelände in Haiterbach auswirkt, so gering ist realistisch betrachtet die Erwartung, dass auf die Anfrage bei der Pressestelle der Bundeswehr ein klares Ja oder Nein zu erwarten wäre. Zu nah liegen zeitlich die jüngsten Entwicklungen –­ und zu still ist es in den vergangenen Monaten um das Projekt selbst geworden.

Die Antwort eines Sprechers des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr umfasst zwei Sätze: "Die Maßnahmen zur Neuausrichtung des Kommando Spezialkräfte (KSK) sind am 1. Juli vorgestellt worden, die Ergebnisse sind transparent im Internet einsehbar. Jetzt werden die Ergebnisse bewertet und daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet."

Für Haiterbachs Bürgermeister Andreas Hölzlberger, von seinen Bürgern verpflichtet, alles zu tun, um das Absetzgelände zu verhindern, ist der Bau desselben zumindest nicht wahrscheinlicher geworden. Das macht er allerdings nicht allein am Teilumbau des KSK und auch einem möglichen Truppenabzug der Amerikaner fest.

Hölzlberger lenkt den Blick eher auf den "verhaltenen Elan", mit dem die Maßnahme zuletzt angegangen wurde. So beispielsweise auf die ausstehenden Ergebnisse der Umweltprüfung. Das erwecke den Anschein, dass es zeitlich gar nicht mehr so dringlich sei, wie es noch 2017, als die Pläne erstmals bekannt wurden, noch wirkte.

Die Bürgerinitiative Haiterbach äußert sich auf Anfrage wie folgt: "Die jetzt drohende Auflösung des KSK Calw war in Wirklichkeit schon lange absehbar, dazu musste man kein Hellseher sein. Schon in unserem schriftlichen Bericht zum Scoping-Termin am 27. Februar 2019, den wir damals unter anderem auch an die Bundeswehr, an Staatssekretär Tauber und das Verteidigungsministerium weitergeleitet hatten, stand bereits zu lesen: ›Praktisch bedeutsam könnte auch der Umstand werden, dass das KSK Calw seit seiner Gründung wegen rechtsradikalen Vorfällen, Beteiligungen an bundes- und völkerrechtswidrigen ›capture or kill‹-Missionen und wegen anderen Delikten seit langem massiv in der Kritik steht. Gerade in den letzten Jahren häufen sich diese Vorfälle: Hitlergrüße von vorgesetzten Offizieren, Ermittlungen unter anderem wegen Misshandlung Untergebener, schwerem Landfriedensbruch, Körperverletzung, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung.‹"

Weiter hieß es im damaligen Bericht der BI: "Gerade wurde wieder ein Offizier und Gründungsmitglied des KSK Calw nach 28 Dienstjahren wegen rechtsextremer Umtriebe von der Bundeswehr entlassen. Wie nach Recherchen von TAZ, Focus, ARD, ZDF und zuletzt nach einem beiliegenden SWR-Bericht bekannt wurde, hätte sich eine rechte Untergrundarmee, bestehend aus KSK-Kämpfern, Soldaten, Reservisten und Mitgliedern des Verfassungsschutzes gebildet, die einen bewaffneten Umsturz in Deutschland vorbereitet haben sollen. Anführer war der in Calw stationierte 33-jährige KSK- Hauptfeldwebel, André S. (Deckname: Hannibal). Die Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw zähle zu den "potenziellen Operationszentren für den Tag X".

Schon damals wurde festgehalten: "Es gibt bereits Berliner Politiker, die eine Auflösung des KSK fordern. Damit wäre dann natürlich auch das geplante ›KSK-Übungsgelände mit Flugplatz‹ in Haiterbach obsolet".

"Wir sind jetzt natürlich auf die weiteren Entwicklungen gespannt", erklärte nun BI-Sprecher Jürgen Kaupp gegenüber dem Schwarzwälder Boten.

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