Die Biogasnalge gegenüber dem Sportgelände dürfte auch künftig Anlass für Diskussionen sein. Foto: Archiv-Foto: Fritsch

Runder Tisch zum Thema beleuchtet weitere Möglichkeiten. Experte des Landes hinzugezogen.

Haiterbach - Die Biogasablage Haslochhof war in den vergangenen Wochen seltener mit der Nase wahrnehmbar. Das ist ein Punkt, den der Runde Tisch mit Betreiber, Stadt und TSV im Landratsamt jetzt festhielt. Weitere, kleinere Maßnahmen sollen das möglichst oft garantieren. Doch klar scheint auch, dass man keine Wunder erwarten darf, weil die Anlage regulär läuft.

Von einer "konstruktiven Atmosphäre" spricht Reinhold Rau, Leiter des Dezernats Land- und Forstwirtschaft sowie Verbraucherschutz beim Landratsamt Calw, das ebenso mit Vertretern des Bereichs Immissionsschutz am Runden Tisch in Sachen Biogasanlage teilnahm.­ Zu der Gesprächsrunde war es gekommen, weil einerseits der TSV als weitläufiger Nachbar über längere Zeit immer wieder Gerüche wahrnahm, was auch seitens der Stadtverwaltung so festgestellt wurde. Hochgekocht war das Thema zuletzt bei der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats im vergangenen Dezember (wir haben berichtet).

In einer zielgerichteten Gesprächsrunde habe man den Sachstand und mögliche weitere Schritte beleuchtet, erklärt Rau. Die Beteiligten hätten festgestellt, dass es auch seit Februar nicht mehr so rieche, wie in der Vergangenheit., was Christine Renz, Vorstandsmitglied des TSV Haiterbach bestätigt. Alle wollten an einem Strang ziehen. man müsse jetzt weiter beobachten, wie sich die Sache entwickle, so Renz.

Einer dieser von Rau genannten Schritte war die Beauftragung eines unabhängigen Experten des Landes für Biogasanlagen. Der war Ende März zu Besuch bei der Biogasanlage. Von diesem erwarte man einen Abschlussbericht, der jedoch noch nicht vorliege, Rau.

Für Franz Leins vom Biogas-Betreiber Haslochhof-Energie, der den Runden Tisch selbst angeregt hatte, ist klar, welche Grundtendenz der Bericht haben wird. Der Experte habe im Grundsatz festgestellt, dass die Anlage gut geführt werde, erklärt Leins. Für den Es bei dem ganzen Thema objektive wir subjektive Gesichtspunkte gibt. Zum einen hänge das mit der sich verändernden Wetterlage zusammen. Auf der anderen Seite sieht er die Biogasanlage zum Schuldigen erklärt, wann immer es landwirtschaftliche Gerüche gebe. Und von diesen­ gebe es eben doch auch andere Quellen. Gleichwohl sei man stets bemüht, die Abläufe zu optimieren. So habe man nun ein paar kleinere Maßnahmen auf der Agenda. Beispielsweise soll die Biogasanlage mit schnell wachsenden Gewächsen umpflanzen werden, wo dies möglich ist. Wenngleich Leins sich von dieser Maßnahmen nicht viel verspricht. Als kritischen Punkt sieht man das Fahrsilo und die Bestückung der Anlage.­ Das Letztere soll zeitlich optimiert werden. Mögliche Gerüche, die von Sickersäften herrühren sollen mit Kalk gebunden werden. Hier sei man auf ein neues Produkt gestoßen, sagt Leins.

Außerdem ziehe die Haslochhof Energie mit einem Mitarbeiter der Universität Hohenheim einen weiteren Experten hinzu.