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Haiterbach Bauplätze werden dringend benötigt

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Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Wer in der Haiterbacher Kernstadt bauen möchte, kann dafür momentan keinen städtischen Bauplatz erhalten. Doch das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Vor einem Jahr initiierte vereinfachte Verfahren sorgen für 88 zusätzliche Grundstücke.

Haiterbach. Die Stadt Haiterbach stieg vergangenes Jahr auf einen Zug auf, der durch eine Ausnahmeregelung im Baugesetzbuch in Fahrt gekommen war. Der Gesetzgeber gab im Zeitfenster bis Ende 2019 den Gemeinden die Möglichkeit, Bebauungspläne im beschleunigten Verfahren für den Außenbereich aufzustellen. Der Paragraf 13b Baugesetzbuch verzichtet auf die frühzeitige und die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit. Für Eingriffe im Sinne der Eingriffsregelung ist kein Ausgleich erforderlich. Die Pflicht zur Durchführung einer Umweltprüfung und Erstellung eines Umweltberichts entfällt.

Haiterbach nutzte dies, um in möglichst allen Ortsteilen zusätzliche Bauplätze zu schaffen. Mit am schnellsten voran kommt dieses Ziel in der Kernstadt. Bei Erweiterungen in den Gebieten "Knollenäcker" und "Breite" biegt man laut Schultes Andreas Hölzlberger in die Zielgerade ein. Im Mai hatte man im Gemeinderat die Erschließungsplanung vorgestellt.

"Die Beschlüsse zur Offenlage des Bebauungsplans für Paragraf-13-b-Gebiete in Haiterbach – Breite und Knollenäcker – sollen in den Gemeinderatssitzungen im Oktober oder November gefasst werden. Das kommt noch darauf an, ob wir beim artenschutzrechtlichen Fachbeitrag etwas vorabstimmen beziehungsweise nacharbeiten müssen", erklärt der Bürgermeister.

Die Zahl der zu erwartenden Bauplätze ist bei beiden Erweiterungen zufällig identisch: 44 Bauplätze sollen jeweils in Knollenäcker und Breite entstehen.

Das Vorhaben hänge natürlich auch mit den Grundstücken zusammen, erklärt Hölzlberger. Es müssen vorher Kaufverträge abgeschlossen werden. Dafür habe man alle Grundstückeigentümer angeschrieben. Auch, um die Frage zu klären, wer nur verkaufen und wer selbst auch einen Bauplatz für sich beanspruchen möchte.

Die Schaffung von Bauplätzen bezeichnet Hölzlberger als dringendes Anliegen. Die letzten im zurückliegenden großen Baugebiet "Delle II" in der Kernstadt seien alle vergeben. Für den Bürgermeister ist das immer noch ein Musterbeispiel in der Umsetzung, aber auch in der Vergabe: Innerhalb von fünf Jahren ist das Gebiet von der Ausstellung bis zum letzten Verkauf abgeschlossen worden.

Nicht ganz so einfach scheint es hingegen mit der geplanten Entwicklung der Erweiterung "Schellenbühl-Süd". Nicht gänzlich ausgeräumter Knackpunkt könnte hier die erforderliche Rodung eines Waldstückes werden. Das hatte schon vergangenen Herbst im Gremium für kritische Stimmen gesorgt.

Erste Bauplätze ab Herbst 2021 bebaubar

Für die Baugebiete "Wohnen an der Waldach" in Beihingen und "Mühlacker II" Unterschwandorf sind die Bebauungspläne laut Hölzlberger beschlossen und in Kraft sowie die Erschließung zum Bau freigegeben. Aktuell erarbeite das Planungsbüro Gauss die Ausschreibungsunterlagen und führe diese durch. Die Vergabe werde spätestens im Januar in der Gemeinderatssitzung sein. Diese Vorgehensweise passe erfahrungsgemäß sehr gut: Wenn man im September/Oktober ausschreibe und danach vergebe mit Baubeginn im kommenden Frühjahr, haben man zuletzt immer sehr günstige Preise erzielt.

Ab Herbst werden also die ersten neuen Bauplätze 2021 tatsächlich bebaubar sein. Ferner haben wir bis dahin auch eine Umsetzungsperspektive für die 13-b-Gebiete in Haiterbach.

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