Derzeit wenig schmuck, soll das Schuon-Areal in Beihingen zu einem schönen innerörtlich Wohngebiet mit kleinem Gewerbeanteil werden. Foto: Fritsch

Pläne in Beihingen durch ausbleibende Förderung etwas ausgebremst. Einigung mit Eigentümer erzielt.

Haiterbach-Beihingen - Es ist ein lange gehegter Wunsch in Beihingen: Das Schuon-Areal in der Ortsmitte soll zu einem Wohngebiet werden. Die Nichtberücksichtigung im Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) bremst das Vorhaben. Aber nur ein bisschen.Die Prioritäten waren ganz offensichtlich unterschiedlich gesetzt: Während die Stadt Haiterbach das Schuon-Areal in diesem Jahr als "Spitzenprojekt" benannte, setzte das Ministerium bei der Entscheidung über die förderungswürdigen Projekte im Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) andere Schwerpunkte. Zwar fließen knapp 139.000 Euro nach Haiterbach. Damit werden aber in zwei Betrieben der Bau von Lagerhallen und der Erwerb einer CNC-Plattensäge gefördert.

Zwar freut sich Bürgermeister Andreas Hölzlberger, dass Geld in den wichtigen Mittelstand fließt, dennoch wäre es ihm anders lieber gewesen: "Das ist immer etwas ärgerlich, dass sich die Förderschwerpunkte von Jahr zu Jahr ändern", sagt Andreas Hölzlberger, der gerne in die Entwicklung des Schuon-Areals eingestiegen wäre. Ein Großprojekt für Beihingen, da die Erschließungskosten laut Hölzlberger auf rund zwei Millionen Euro geschätzt werden.

Förderfähig ist das Projekt, weil es der Stadt nicht möglich ist, dieses Areal umzugestalten, ohne drauf zu zahlen. Die üblichen Grundstückspreise, die in Haiterbach zwischen 85 und 125 Euro je Quadratmeter liegen, würden die Kosten bei weitem nicht decken. "Das ist nur mit Förderung machbar."

Rund 360.000 Euro ELR-Mittel sind laut Hölzlberger möglich. Der Fördersatz liegt bei 40 Prozent. Einen ersten Teil hatte man sich jetzt für den Erwerb des 15.000 Quadratmeter umfassenden Areals erhofft. Der Kauf ist weitestgehend vorbereitet. Es bestehe Einigkeit über den Preis. Nun kann der Vertrag zwar vorbereitet werden, jedoch nicht abgeschlossen, damit man eine künftige Förderung oder den Zugriff auf mögliche Rückflussmittel aus dem Programm nicht verwirkt.

Noch ist die Bremswirkung durch den negativen Förderbescheid überschaubar, da es in diesem Jahr ohnehin noch nicht losgegangen wäre. "Das wirft uns nicht aus der Bahn", sagt Hölzlberger.

Start der Entwicklung des später 12.000 Quadratmeter Bauland umfassenden Areals wären dann zunächst die Abbrucharbeiten. Ein Altlastenuntersuchung wird vom Kreis finanziert.

Und auch an den Plänen, wie das Areal künftig aussehen wird, muss noch gefeilt werden. Bislang habe man ein Grobkonzept, das aus dem Stadtentwicklungprogramm heraus entstanden sei, sagt Hölzlberger. Geplant ist ein Wohngebiet mit Mischgewerbefläche, wobei sich die Gewerbeflächen zur Bösinger Straße, der Wohnbereich zur Waldach hin orientieren wird.