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Haiterbach 23-Jähriger vergreift sich an Jungen

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Der 23-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. (Symbolbild) Foto: ©Volker Witt-stock.adobe.com

Haiterbach/Nagold - Dass er Buben auf dem Marktplatz in Haiterbach und einem Bolzplatz in den Schritt gegriffen habe, sei "Spaß gewesen" versicherte der Angeklagte vor dem Nagolder Amtsgericht – und wies die Behauptung zurück, er habe vor ihren Augen die Hosen heruntergelassen. Wegen sexuellem Missbrauch von Kindern wurde der 23-Jährige zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Beide Vorfälle haben sich laut Vorwurf der Staatsanwaltschaft an aufeinanderfolgenden Tagen im August 2019 ereignet. In der Ortsmitte soll der Angeklagte die Geschlechtsteile eines zwölfjährigen Jungen angefasst und schmerzhaft gedrückt haben. Das gab er vor Gericht zu, aber nicht in der Absicht, ihm weh zu tun, sondern "aus Gaudi".

Vier Wochen später standen dessen Eltern vor der Tür. "Sie haben mich beschimpft, meine Entschuldigung nicht akzeptiert und mit einer Anzeige gedroht", erklärte der Angeklagte. Was er den Kindern angetan habe, sei nicht in Ordnung, schrieb ihm der Richter ins Stammbuch. "Wenn Sie das nicht unterlassen, landen Sie eines Tages im Gefängnis."

Richter: "Finger weg von Kindern."

Das sei auch mehr oder weniger Spaß gewesen, behauptete der 23-Jährige beim zweiten Anklagepunkt. Auf einem Fußballplatz in Haiterbach haben sich zwei Buben eine Art Ringkampf geliefert und auf dem Boden gewälzt. Er sei dazwischengegangen und habe sie dabei am Geschlechtsteil gepackt. Der Amtsrichter beschwor den Angeklagten in der Verhandlung: "Finger weg von Kindern." Zwei Vorstrafen gehen bereits auf sein Konto: Schuldhaftes Verhalten im Straßenverkehr und Sachbeschädigung.

Dass er an den Jungs sexuelle Handlungen vorgenommen habe, stand für Staatsanwältin Susanne Teschner nach dem Ende der Beweisaufnahme fest. Positiv bewertete sie, dass er sein schuldhaftes Verhalten eingeräumt und damit den Kindern eine Aussage vor Gericht erspart bleibe. In ihrem Plädoyer forderte die Staatsanwältin eine Bewährungsstrafe von neun Monaten und eine Geldbuße von 500 Euro.

Verteidiger Marc Hufschmidt kann sich vorstellen, dass sein Mandant das Ganze nicht so ernst genommen habe und bat um eine milde Strafe. Richter Link verurteilte den Beschuldigten zu neun Monaten Freiheitsstrafe mit zweijähriger Bewährungszeit. Außerdem muss er 400 Euro bezahlen und bekommt für zwölf Monate einen Bewährungshelfer an die Seite gestellt.

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