Über Stock und Stein und manchen quer liegenden Baustamm ging es immer hinter „Fuchs“ Matthias Haueisen her. Foto: Lenski

Die Haigerlocher Herbstjagd lockte in diesem Jahr wieder Reiter und Zuschauer aus nah und fern zum Hagastall nach Weildorf. Eine prächtige Kulisse dafür boten die leuchtenden Farben der herbstlichen Bäume.

Zum Stelldichein am Hagastall in Weildorf hatten sich am Nachmittag 16 Reiter eingefunden, etwas weniger als sonst, was wohl dem gleichzeitig im Haupt- und Landgestüt Marbach stattfindenden Jagdwochenende geschuldet war.

 

Trotz anfänglich noch trüber Witterung war auch viel Publikum gekommen, um das Jagdgeschehen zu verfolgen. Nach dem obligatorischen Bügeltrunk für die Reiter begrüßte Matthias Haueisen im roten Jagdrock die Anwesenden und erklärte die Jagdregeln, musikalisch umrahmt von den Klängen der Jagdhornbläsern des Hegerings Haigerloch.

Jagdhornbläser geben Signal zum Jagdaufbruch

Auf das Signal der Jagdhornbläser hin, ging es dann hinaus auf die rund 20 Kilometer lange Rittstrecke. Das springende Feld wurde von Matthias Haueisen als Fuchs angeführt, Master war Sylvia Kurnaz. Im nichtspringenden Feld gab Steffi Neher den Fuchs und Uwe Meißner den Master. Rainer Roth führte im rot beflaggten Begleitfahrzeug die Zuschauer an die Hindernisse, die von der Straße aus einsehbar waren.

Die Jagdhornbläser des Hegerings Haigerloch Foto: Lenski

Siegfried Holzapfel und Nicole Littmann die Gewinner

Bei Jagdhornklängen wurde im Eyachtal nahe den Imnauer Mineralquellen eine Rast eingelegt. Von dort aus führte die Strecke zurück zum Hagastall, wo bereits viele Zuschauer auf den spannenden Schlussgalopp warteten. Siegfried Holzapfel aus Holzgerlingen ritt als Erster durch’s Ziel und erhielt den Fuchsschwanz. Beim nicht springenden Feld ging die begehrte Trophäe an Nicole Littmann aus Rangendingen.

Matthias Haueisen dankte zum Abschluss des Jagdrittes allen, die in irgendeiner Weise an der Jagd beteiligt waren, insbesondere den Land- und Forstwirten, den vielen Helfern beim Aufbau der Hindernisse und bei der Bewirtung im Hagastall und natürlich den Jagdhornbläsern des Hegerings sowie dem DRK Haigerloch. Ohne sie, so Haueisen, wäre die Durchführung einer solchen Veranstaltung nicht möglich.

Das Geläuf war besser als befürchtet

Die Bodenverhältnisse warten laut ihm trotz tagelangem Regens besser, als befürchtet, Wiesen habe man oft ausgelassen und sei auf Wege ausgewichen. Auch die Wasserdurchgänge, so Haueisen weiter, seien ordentlich zu bewältigen, weil kein Hochwasser war. Schließlich lobte er auch die Reiter und Reiterinnen für ihre Disziplin zu Pferde.

Eine positive Jagdkritik zog auch Werner Herzog von den Reitern von Schloss Sindlingen.