Gemeinderat : Bauliche Maßnahme in Gruol zugestimmt
Haigerloch-Gruol. Der Gruoler Ortschaftsrat hat bereits zugestimmt, jetzt zog der Haigerlocher Gemeinderat nach: Er beschloss die Umsetzung von baulichen Maßnahmen, die an der Ortseinfahrt Richtung Erlaheim der Geschwindigkeitsreduktion dienen und lärmgeplagte Anwohner im Baugebiet "Hofäcker" etwas entlasten sollen.
Die Gelegenheit aktiv zu werden, bietet sich deshalb, weil der Landkreis die Kreisstraße 7121 auf Vordermann bringen will. Schon im Herbst 2020 hat die Kreisverwaltung die K 7121 vom Ortsende Gruol in Richtung Erlaheim (bis zur Abzweigung nach Binsdorf hoch) neu asphaltiert. In diesem Jahr will man diese Straßeninstandsetzung innerorts vom Ortsschild bis hin zur Einmündung der Schweizerlandstraße fortsetzen.
Es wird einfach zu schnell rein und raus gefahren
Das nutzt die Stadt Haigerloch dazu, um parallel einen Gehweg sanieren und auf 250 Meter Länge eine neue Wasserleitung legen zu lassen. Auch der Einzug von Leerrohren für die spätere Breitbandverkabelung und die barrierefreie Neugestaltung der Busbucht in der Stunzachstraße (Kostenpunkt rund 30 000 Euro) sind geplant.
In diesem Zusammenhang hat der Landkreis signalisiert, sich in der viel befahrenen Gruoler Ortsdurchfahrt an den Baukosten für temporeduzierende Maßnahmen zu beteiligen. Diese sollen in Form von zwei kleinen Verkehrsinseln entstehen, was als sinnvoll erscheint. Messungen haben nämlich ergeben, dasss am Gruoler Ortseingang 85 Prozent der Fahrzeuge etwa Tempo 63 fahren und zwar in beide Richtungen.
Aus drei Varianten – darunter sogar ein Kreisverkehr – hat sich der Gruoler Ortschaftsrat für zwei räumlich voneinander versetzte Verkehrsinseln in Form von zwei halben Tropfen entschieden. Sie sind jeweils zwei Meter breit und 20 Meter lang. Eine Insel soll – ortsauswärts gesehen – noch vor Einmündung der Bräuhausstraße eingebaut werden, die andere nach dem Ortsschild. In jede Fahrtrichtung gesehen muss der Verkehr rechts um die Inseln herum manövrieren.
Als Kosten für diese Variante hat das Mössinger Ingenieurbüro für Tief- und Straßenbau StKW Brutto-Baukosten von knapp 124 000 Euro ermittelt. Davon übernimmt der Kreis etwa die Hälfte, so dass die Stadt noch 63 000 Euro aus eigener Tasche zu bezahlen hat. StKW wurde nun beauftragt, die Ausführungsplanung zu erstellen.