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Haigerloch Zu hohe Keimbelastung in Eichwaldhalle

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Die Stadtverwaltung hat vorsorglich die Benutzung der Duschen in der nagelneuen Harter Eichwaldhalle untersagt, weil dort Legionellen festgestellt wurden. Ortschaftsrat Jörg Biesinger glaubt zwar, dass auch die Benutzung der Handwaschbecken ein gewisses Risiko darstellt, doch davon geht die Stadt nicht aus. (Symbolfoto) Foto: Tookapic

Haigerloch-Hart - Mit zwei weniger schönen Nachrichten meldete sich der Ortschaftsrat Hart am Montag aus der Sommerpause zurück. Auf dem Weg zu einem Bebauungsplan für ein Wohngebiet "Hinter Gärten II" gibt es weitere zeitliche Verzögerungen und in der Eichwaldhalle hat man mit Keimen zu kämpfen.

Warum sind die Duschen in der Eichwaldhalle nicht nutzbar?, kam am Montag im Harter Ortschaftsrat eine Anfrage. Weil die Keimbelastung zu hoch ist, antwortet Ortsvorsteher Thomas Bieger kurz und bündig.

Was damit gemeint war: das Tübinger Institut Eurofins Jäger, das übers Jahr immer wieder die Keimbelastungen in öffentlichen Duschen der Stadt prüft und die Ergebnisse ans Gesundheitsamt weitergibt, hat Legionellen festgestellt. Und diese können sich im Dusch-Dampf als Aerosole am besten in den Atemwegen der Menschen verbreiten. Deshalb hat die Stadtverwaltung die Duschen vorsorglich gesperrt.

Im Harter Ortschaftsrat war man über diese Erkenntnis verblüfft, weil die nagelneuen Duschen mit einem System ausgestattet sind, das alle 72 Stunden automatisch für eine Hygiene-Spülung sorgt und somit Keim-Bildung eigentlich verhindern sollte. Nun muss der Sache auf den Grund gegangenen werden.

Eine weitere unerquickliche Nachricht: Der Bebauungsplan "Hinter Gärten II" wird nächsten Dienstag nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehen, so viel konnte Ortsvorsteher Thomas Bieger auf Nachfrage bestätigen. Dafür gibt es formale Gründe: Der Bebauungsplanentwurf konnte nämlich erst im ersten Nachrichtenblatt der Stadt nach den Handwerkerferien am 27. August veröffentlicht werden. Die Frist für die öffentliche Anhörung endet damit offiziell am 7. Oktober, also kann der Gemeinderat in diesem aus naturschutzrechtlicher Sicht äußerst heiklen Bebauungsplanverfahren vorher auch nichts beschließen.

Der Beschluss des Bebauungsplanes wird aller Voraussicht nach erst in der übernächsten Gemeinderatssitzung (20. Oktober) aufs Tapet kommen. "Die Stadtverwaltung will einfach darauf achten, keinen Formfehler zu machen", meinte Bieger.

Ortschaftsrat Michael Schill brachte hier eine Anregung ins Spiel, auf die er im Zusammenhang mit der Erschließung eines Baugebietes in Ergenzingen aufmerksam wurde. Die Versorgung von Wohnhäusern mit so genannter "Kalter Fernwärme".

Diese bieten offenbar die Stadtwerke Rottenburg an. Dabei werden die Wärmepumpen in Häusern mit relativ niedriger Umgebungswärme gespeist. Bei einem Baugebiet in etwa der Größe von "Hinter Gärten II" mit über 30 Bauplätzen bräuchte es allerdings zum Aufstellen entsprechender Kollektoren-Kapazität ein 75 Ar großes Feld.

Der Vorteil laut Schill: Wenn die Wärmepumpen in den Häusern kaputt gehen, ersetzen die Stadtwerke Rottenburg die Kosten für eine Neuinstallation, sie übernehmen auch die Stromkosten für den Pumpenbetrieb. Der Nachteil: – zumindest in Ergenzingen ist das der Fall – weil diese Form der Wärmegewinnung im Bebauungsplan festgeschrieben ist, können Häuslebauer keine alternative Heizung installieren und sind an die Stadtwerke gebunden.

Der Harter Ortschaftsrat war sich einig, zuerst einmal potenziellen Häuslebauer über diese Variante der Wärmegewinnung zu informieren und das Interesse nachzufragen. Eine solche Art der Energieversorgung sollte das Baugebiet aber auf keinen Fall noch weiter verzögern, mahnte Jörg Biesinger.

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