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Haigerloch "Wir Jungen wollen in Hart bleiben"

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Mit deutlicher Stimme wurde am Dienstag die Erschließung von Bauplätzen im kleinsten Haigerlocher Teilort Hart zur Schicksalsfrage erhoben. Roland Fechter appellierte im Namen mehrerer Bauwilliger an den Gemeinderat, die Erschließung von Baugrund im Gebiet "Hinter Gärten II" zu unterstützen. Fechter: "Wir sitzen in den Startlöchern."

Haigerloch-Hart. Damit setzte sich fort, was sich bereits in der Harter Ortschaftsratsitzung am 18. November angedeutet hatte. Junge Bauwillige hatten vor zwei Wochen den Ortschaftsräten energisch klar gemacht, dass Hart und dessen örtliches Leben zum Sterben verdammt sei, wenn man jungen Familien nicht die Chance zum Bauen gebe.

So nachvollziehbar sich der Wunsch der Leute auch anhörte, so schwierig scheint es ihn in die Tat umzusetzen: Gegen die Erschließung von 23 Bauplätzen in "Hinter Gärten II" in einem beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung nach Paragraf 13b Baugesetzbuch gibt es nämlich Widersprüche im Anhörungsverfahren. Naturschutz und die Behörde für Wasser- und Bodenschutz meldeten bei der Stadt ihre Bedenken gegen die Erschließung an.

Diese Einwände müssten sorgfältig abgewogen werden, damit man kein Normenkontrollverfahren mit einer Behörde riskiere, hatte der städtische Haupt- und Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck schon im Ortschaftsrat festgestellt. Und das brauche Zeit. Trotz dieser verzwickten Situation wies Roland Fechter in der Bürgerfragestunde des Gemeinderates am Dienstag auf die "Dringlichkeit" der Baugebietserschließung hin. In Hart gebe es aktuell keine Bauplätze mehr, dagegen aber eine Liste mit Unterschriften von 19 bauwilligen Familien. Von diesen würden laut ihm zwar zwölf schon nicht mehr in Hart wohnen, aber gerne dorthin zurückkehren – wenn sie denn bauen können. Für Fechter ein klares Zeichen: "Wir jungen Leute wollen in Hart bleiben und nirgendwo anders."

Zudem habe die Stadt in diesem Gebiet bereits 20 Grundstücke aufgekauft und rund 350 000 Euro investiert, rechnete er vor.

Außergewöhnlich deutlich griff Harald Fechter in aller Öffentlichkeit den Harter Ortsvorsteher Thomas Bieger an. Nach Fechters Ansicht würden weder der Ortsvorsteher noch seine Verwandtschaft ein Interesse daran zeigen, ihre Grundstücke in diesem Gebiet zu veräußern und damit die Sache erschweren. Durch die Verzögerungen und den gestiegenen Baupreisindex würden jeder bauwilligen Familien Mehrkosten von 70000 Euro entstehen.

Dies könne man so nicht mehr hinnehmen, aber noch sei Zeit zu handeln und sich anzunähern, erklärte Fechter. Er forderte den Harter Ortsvorsteher dazu auf, die Interessen der Bürger zu vertreten und nicht die eigenen.

Thomas Bieger selbst nahm am Dienstag die Vorwürfe hin, ohne darauf mit einem Wort zu reagieren.

Auch Bürgermeister Heinrich Götz nahm den Appell zur Kenntnis und konstatierte, dass man in dieser Angelegenheit so schnell wie möglich vorankommen müsse. Deshalb wurde auch im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung über das Harter Baugebiet "Hinter Gärten II" gesprochen.

Grundsätzlich will der Gemeinderat an einer Erschließung festhalten und Bürgermeister Heinrich Götz zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung optimistisch, dass man sie auch hinbekommt.

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