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Haigerloch Welche Dachformpasst in diese Lücke?

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Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Der Ortschaftsrat Stetten befasste sich am Dienstag mit dem Entwurf für ein Baugebiet "Alte Sonne" im Ortskern. Schnell wurde jedoch klar, dass sich der Bebauungsplan in seinem jetzigen Stadium mit den Vorstellungen zweier Investoren beißt, die dort größer bauen möchten.

Haigerloch-Stetten. Die Frontlinie, an der sich die Diskussion über fast anderthalbStunden entlang zog, wurde schnell erkennbar.

Auf der einen Seite stand die bereits in der März-Sitzung des Stettener Ortschaftsrates vorgestellte – und damals befürwortete – Konzeption der beiden Investoren. Sie möchten auf dem Gelände, auf dem früher das alte Gasthaus Sonne und das Haus Stengel beieinander standen, ein 24,5 Meter langes und 12,6 Meter breites Gebäude bauen, in dem man auf drei Stockwerken acht bis neun Wohnungen unterbringen kann. Das Gebäude soll außerdem ein Pultdach erhalten, um es gut für eine Fotovoltaik-Anlage nutzen zu können.

Auf der anderen Seites stehen die städtebaulichen Vorstellungen. Was nämlich im März noch nicht vorlag, ist inzwischen vom Planungsbüro Gfrörer aus Empfingen im Auftrag der Stadt erstellt worden: ein städtebauliches Konzept für die Bebauung des Areals "Alte Sonne". Und diees sieht für das Mehrwohnungen-Haus (Traufhöhe 6,50 Meter; Maximalhöhe elf Meter) eben ein Pult- anstelle eines Satteldachs vor.

Planer Eberhard Gfrörer erklärte am Dienstag im Ortschaftsrat die Festlegung dieser Dachform. Aus städtebaulicher Sicht füge es sich besser in die Umgebung ein, andererseits wolle man den bestehenden Gebäuden auf der Rückseite – und solchen die in einem Baugebiet "Alte Sonne" neu dazu kommen – den Blick auf eine "verhältnismäßig hohe Wand" samt Schattenwurf ersparen.

Mit einer maisonetteartigen Bauweise kann das Mehrwohnungen-Haus aus Sicht des Planers aber mühelos eine Dreigeschossigkeit erreichen. "Wir haben mit dem Bebauungsplan einen Weg gesucht, wie man ein dreigeschossiges Gebäude hinkriegt, das trotzdem ins Ortsbild passt", wies Gfrörer darauf hin, dass man den Bauherren durchaus eine Perspektive aufgezeigt habe.

Doch diesen hehren Absichten stießen bei beiden Investoren auf wenig Begeisterung. "Wir müssen das erst mal rechnen lassen", meinte einer von ihnen. Er glaubt, dass die Neuplanung und veränderte Bauweise mehr Geld kostet. Zudem wies er darauf hin, dass die beiden Nachbargebäude links und rechts höher als elf Meter seien.

Auch im Ortschaftsrat gingen die Meinungen auseinander. Während es zum Beispiel Stimmen gab, welche die Satteldach-Lösung als gut erachtete, fragten sich andere, warum man den Interessen der beiden Investoren nicht stärker entgegenkomme.

An dieser Stelle griff Ortsvorsteher Walter Stocker ein. Es entstehe der Eindruck einer "Verhinderungsplanung", meinte er, davon könne aber keine Rede sein. Stocker argumentierte mit dem Baurecht: Die beabsichtigte Erschließung des Baugebietes nach Paragraf 13a ermögliche Dreigeschossigkeit, würde man das Gebiet aber nach Paragraf 34 erschließen, dann wäre von vorneherein nur Zweigeschossigkeit möglich.

Außerdem habe der Ortschaftsrat eine Verantwortung dafür, wie der Ortskern aussehe, denn noch in 100 Jahren müssten die Stettener mit einem solchen Gebäude leben, mahnte der Ortsvorsteher und kam zur Erkenntnis: "Wir haben den Fehler gemacht, uns erst das Projekt vorstellen zu lassen und dann erst über den Bebauungsplan zu sprechen."

Da man auf keinen Nenner kam, wurde der Punkt vertagt, man einigte sich aber darauf, dass das Büro Gfrörer das Gebäude mit Pultdach in seinen Plänen einmal so darstellen soll, dass die Ortschaftsräte ein Gefühl für die Optik kriegen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Keine Diskussionen gab es indes darüber, dass das Gebäude mit seiner Breitseite zur Stettener Straße hin stehen soll und die Zufahrt nicht über die Bushaltestelle erfolgen kann, sondern weiter unten eingeplant ist. Gfrörer­: "Da spielt sonst das Landratsamt nicht mit". Die rückwärtigen Bauplätze soll über eine Stichstraße vom Uhlandweg aus erschlossen werden.

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