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Haigerloch Was machen da meine Sprösslinge genau?

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Smartphones mit ihren vielen Nutzungsmöglichkeiten erscheinen vor allem jungen Menschen als faszinierende Objekte. Doch Vorsicht: Bei der Benutzung lauern auch Fallen und Gefahren. Foto: Pedersen Foto: Schwarzwälder-Bote

Haigerloch. (mm/hö) Jugendliche, die kein Handy oder Internet nutzen, sind heutzutage eine Rarität. 96 Prozent der Jugendlichen besitzen heute ein eigenes Mobiltelefon oder Smartphone mit Funktionalitäten, ähnlich denen eines Computers. 82 Prozent der 12- bis 19-Jährigen haben einen eigenen Computer oder Laptop zur Verfügung.

Mit ihren modernen Geräten können sie kreativ sein, fotografieren und Videos drehen. Es können Kontakte gepflegt, im Internet gesurft oder Daten ausgetauscht werden. Aber leider häufen sich nicht nur an Schulen die negativen Schlagzeilen über Gewaltvideos, Handykriminalität und anderes.

Deshalb fand zuerst an der Werkrealschule eine Informationsveranstaltung für Klassen 5 und 6 statt und eine Woche später informierte Polizeihauptkommissar Michael Rapp bei einer speziellen Elternveranstaltung über Risiken der Handy- und Internetnutzung im Allgemeinen und das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Speziellen.

Die Veranstaltung, organisiert von den Haigerlochern Schulsozialarbeitern Viola Höffner und Matthias Mühr, fand bei den Eltern großen Zuspruch. Beide freuten sich darüber, dass knapp 90 Eltern der drei Schularten, Werkrealschule, Realschule und Gymnasium zu diesem Abend in die Aula des Schulzentrums gekommen waren.

Gespannt lauschten Eltern und Schüler dem zweistündigen Vortrag von Kommissar Rapp. Sie stellten bald fest, dass häufig nur vages Wissen über das Internet vorhanden ist, obwohl Chatten, Spielen, Musik hören oder Videos schauen zu den häufigsten Optionen der Internetnutzung gehören.

Beim Thema Chats und damit verbundenen Registrierungsfragen wurde schnell klar: viele Nutzer verstoßen beispielsweise bei der Registrierung auf Facebook gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform, durch bewusste Falschangabe ihres wirklichen Geburtsdatums. Bei Facebook muss man zum Beispiel mindestens 13 Jahre alt sein. Rapp erläuterte denkbare Folgen solcher Verstöße, sprach aber auch Problemfelder wie Angriffe aus dem Internet durch Trojaner oder Viren an.

Auch das Urheberrecht kam zur Sprache. Michael Rapp ging auf das "Recht am eigenen Bild beziehungsweise eigenen Wort" ein und erklärte, wann das Hochladen von Fotos, Videos oder auch Tonaufnahmen im Internet Persönlichkeitsrechte verletzt. Auch ein Thema: das Anschauen offensichtlich rechtswidrig ins Internet eingestellter Kinofilme. Solche verbotenen Handlungen können oft zivilrechtliche Forderungen nach sich ziehen oder strafrechtliche Folgen haben, was vielen Schülern häufig nicht klar ist.

Die Veranstaltung, welche den Zuhörern vielfältige neue Erkenntnisse brachte, wollen die beiden Schulsozialarbeiter auch in Zukunft in den Fokus ihrer Arbeit stellen.

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