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Haigerloch Verlorene Engel sind wieder da

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Das Grabmal des für den bayerischen König Ludwig I. tätigen Owinger Bilderhauers Jakob Sickinger wurde von Frank Eger restauriert. Foto: Bossenmaier Foto: Schwarzwälder Bote

Förmlich im neuen Glanze erstrahlt das vor etwa 150 Jahren vom Owinger Bildhauer Jakob Sickinger geschaffene Familien-Grabmal. Nach einer umfassender Restaurierung wurde es kürzlich wieder an seiner alten Stelle auf dem Friedhof Owingen aufgestellt.

Haigerloch-Owingen. In die Wege geleitet und finanziert hat dies Annalies Keller, geborene Sickinger, Jahrgang 1924. Sie hat sich aufgrund ihres Engagements zu Gunsten der Weiler Kirche in der Region einen großen Bekanntheitsgrad verschafft. Über 15 Jahre lang veranstaltete sie dort eigene Führungen, zudem wurde sie 2007 bei der Gründung des "Fördervereins Weiler Kirche" zur Vorsitzenden gewählt.

Nachdem der Zahn der Zeit deutlich sichtbare Spuren an dem Grabmal hinterlassen hatte und die Inschrift kaum mehr lesbar war, baute Restaurator Frank Eger Mitte 2018 das Grabmal ab, um es im Auftrag von Annalies Keller komplett zu restaurieren. Dabei wurden auch zwei eigens modellierte Engels-Darstellungen als Rundmedaillons in den Grabstein neu eingelassen. Sie waren in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen.

Der in neoromanischer Formensprache geschaffene, gut zwei Meter hohe Grabstein stammt aus dem Renfrizhausener Steinbruch und besteht aus drei Architekturteilen: dem Sockel, dem Inschriften-Postament und einem von gedrehten, romanischen Säulen in einen Spitzgiebel mündenden Giebelaufsatz. In der Rundbogennische ist eine aus Carrara-Marmor gefertigte Himmelskönigin mit Krone und Zepter und dem stehenden Jesusknaben.

Der aus Owingen stammende Bildhauer Jakob Sickinger (geboren am 23. Juli 1815), war während seiner Blütezeit in München ansässig und aufgrund seiner besonderen Bildhauer-Qualitäten dort unter anderem für König Ludwig I. und dessen Königsschlösser tätig.

Noch zu Lebzeiten hatte er dieses Familien-Grabmal für seine Eltern (Vater Michael, 1773 bis 1816; Mutter Hedwig geborene Schick, 1775 bis 1842) und sich selbst entworfen. Jakob Sickinger selbst verstarb am 4. Oktober 1877 im Alter von 62 Jahren.

Sichtlich erfreut über die gelungene Restauration zeigte sich die Initiatorin Annalies Keller, die am 20. Oktober an ihrem Altersruhesitz in Elzach in gesundheitlich gutem Zustand und geistiger Frische ihren 95. Geburtstag feiert.

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