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Haigerloch Und am Ende siegt die Liebe

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Die Theater AG des Gymnasiums lieferte bei der Aufführung des Komödie "Der Diener zweier Herren" eine reife Leistung ab. Die AG zeigte den Klassiker von Carlo Goldoni sowohl am Donnerstag als auch am Freitag im Gruoler Saalbau. Foto: Fechter Foto: Schwarzwälder Bote

Was braucht eine gute Komödie? Eine gleichermaßen turbulente wie hintersinnige Handlung, spritzige Dialoge und natürlich gute Schauspieler und eine pfiffige Inszenierung.

Haigerloch. Die ersten beiden Zutaten lieferte die brillante, von Carlo Goldoni geschriebene Komödie "Der Diener zweier Herren", für die weiteren sorgte die Theater-AG des Haigerlocher Gymnasiums.

Zum Stück: Der junge Turiner Florindo wird beschuldigt, im Streit den Bruder seiner Geliebten Beatrice getötet zu haben, und flieht vor den ungerechtfertigten Anschuldigungen nach Venedig.

Als Mann verkleidet, reist ihm Beatrice hinterher, begleitet von ihrem Diener Truffaldino. Beatrice und Florindo quartieren sich zufällig und ohne voneinander zu wissen im selben Wirtshaus ein. Weil Truffaldinos Lohn karg ist, tritt er ohne Beatrices Wissen auch in Florindos Dienste ein. Er wird somit zum Diener zweier Herren und gerät dadurch in zahlreiche Schwierigkeiten aber dem zwar ungebildeten, aber gewitzten Burschen gelingt es immer wieder, sich aus heiklen Situationen herauszuwinden.

Einmal geht er in seiner Bedrängnis so weit zu behaupten, der jeweils andere Herr sei tot, was natürlich zu großer Verzweiflung führt, die sich aber, wie es sich für eine gute Komödie gehört, letztlich in Wohlgefallen auflöst. Die Liebenden kriegen sich, und auch Truffaldino wird belohnt, indem er die Kammerzofe Smeraldina heiraten darf.

Die Theater-AG verfügt über so viele gute Mimen, dass einige Rollen zweimal besetzt wurden. So zeigte im ersten Akt Carlotta Koch als Truffaldino ihr großes komödiantisches Talent. Sie spielte den gewitzten Diener mit viel Charme, meisterhafter Pantomime und lebhafter Mimik. Im zweiten Akt gab Doreen Kohle der Figur neue Facetten, sie zog mit ihrer warmherzigen Tölpelhaftigkeit, hinter der sich große Schläue verbirgt, die Sympathien des Publikums auf sich.

Als Beatrice glänzte im ersten Akt Ida Becker mit Selbstsicherheit und androgyner Eleganz, im zweiten Akt überzeugte Jasmin Friedrich in dieser Rolle zwischen dem weltläufigen Lebemann und der bangenden Liebenden. Die Rolle des zu Unrecht beschuldigten Florindo teilten sich Eva Ehmann und Tina Grözinger, beide spielten den verzweifelten jungen Mann sehr ausdrucksstark. Laura Fechter lieferte sich als anmaßender Pandolfo, dem das Glück seiner Tochter weniger wichtig als eine gute Partie, einen witzigen Schlagabtausch mit dem überaus gelehrten Doktor Lombardi alias Marion Pötzsch. Deren Kinder Rosaura und Silvio, die sich lieben und natürlich auch kriegen, wurden sehr lebhaft von Ina und Lukas Lieten dargestellt. Den schlauen Wirt Tebaldo, der die Situation durchschaut und zu seinen Gunsten nutzt, spielte gewandt Vivien Albiez. Der schüchternen Magd Blandina verlieh Neva Kus viel Charme. Adam Seibel als bemitleidenswerter Kofferträger und Dania Al-Masri als Aufwärter im Gasthof trugen ebenfalls zum gelungenen Gesamteindruck bei.

Am Ende der Aufführung im Gruoler Saalbau gab es viel Beifall für die Schauspieler, aber natürlich auch für Theaterleiterin Kerstin Gotthardt, die ihrerseits den Dank an das Publikum und alle, die hinter den Kulissen gewirkt hatten, weitergab. Schulleiterin Karin Kriesell verteilte als Dank an die Akteure rote Rosen.

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