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Haigerloch Und am Ende ein Wunderkerzenmeer

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Was ein Schulleiter alles tun muss, bevor er in Ruhestand darf (im Uhrzeigersinn von oben links). Helmut Opferkuch beim Getränketest mit verbundenen Augen, beim improvisierten Gitarrenspielen mit der Schulband, beim Packen eines Rucksackes mit kulinarischen Köstlichkeiten und beim netten Gespräch vor einer Fotowand mit Stationen aus seinem Lehrer-Leben. Fotos: Kost/Zopf Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Sandra Zopf

Haigerloch. Die Elternbeiratsvorsitzende Kristin Koschani-Bongers brachte es auf den Punkt: "Ein wunderbarer Tag für einen wunderbaren Menschen". Und so sollte es auch sein: Heiterkeit, Rührung, große Wertschätzung und Dank prägten das Abschiedsfest für den Gymnasiumschef Helmut Opferkuch.

Über allem stand das Motto "Baustellen eines Weltenbummlers". Unter der Regie der Schüler, Eltern und des Elternbeirats waren die Klassenzimmer in kulinarische Räume umfunktioniert worden. Spezialitäten aus Spanien, den USA, der Türkei, Italien, Frankreich, der Schweiz und aus Deutschland gab es dort zu verkosten.

Eine Fotoausstellung im Schulhausflur gab einen Einblick in die Arbeit und das Privatleben des Schulleiters, der nach 36 Jahren am Gymnasium Haigerloch in den Ruhestand geht. An verschiedenen Stationen konnten Eltern und Schüler selbst versuchen, Opferkuchsche Kompetenzen nachzuahmen oder ihr Wissen über ihn testen.

Anschließend gab es einen kleinen Umzug vom Schulzentrum zur Witthauhalle. Die Jugendkapelle Rangendingen/Bietenhausen/Höfendort unter der Leitung von Musikdirektor Arno Hermann – sie hatte zuvor bei der Aula die Besucher des Schulfestes unterhalten – geleitete Helmut Opferkuch und seine Frau Claire Auffret dorthin. Am Wegesrand stand die gesamte Schulgemeinschaft Spalier und winkte mit bunten Servietten.

Nach einem zwanglosen Sektempfang begann die Abschiedsfeier in der Witthauhalle. Der Abend wurde musikalisch von der Schulband unter der Leitung von Bernd Liener rockig und professionell untermalt. Dem scheidenden Schulleiter und seiner Gattin wurde ein Ehrenplatz auf einem Sofa inmitten des auf Stühlen sitzenden Publikums bereitet.

Die beiden zunächst als Bauarbeiter erscheinenden Moderatoren aus dem Lehrerkollegium, Kerstin Gotthardt und Stephan Albiez, präsentierten mit Witz das bunte Programm: die von Helmut Opferkuch am damaligen Progymnasium initiierte Akrobatik-AG brannte mit Jonglagen, Einradfahren, Pyramiden, einer Turngala und Tanzvorführungen ein richtiges Feuerwerk ab. Richtig poetisch und gesanglich äußerst harmonisch war der Auftritt eines Lehrerchors unter der Leitung von Sylvia Kinslow.

Der stellvertretender Schulleiter Manfred Pfeffer und Jutta Wolf blickten mit Eindrucksvollen Zahlen auf die 36-jährige Schullaufbahn Opferkuchs, in der er sieben Jahre Schulleiter war. 1949 – so viele Schüler hatte er kennengelernt, 6460 – so viele Tage verbrachte er an der Schule, 23 868 – so viele 45minütige Unterrichtsstunden hielt Opferkuch.

Es folgten weitere kreative Beiträge einzelner Fachschaften wie zum Beispiel ein Schmeck, Riech- und Fühltest, den Opferkuch mit verbunden Augen absolvieren musste sowie ein herzergreifendes Video, in dem die ganze Schule für Opferkuch ein umgedichtetes "„We had joy, we had fun, we had seasons in the sun" schmetterte.

So endete ein sonniger Sommertag auch mit diesen sonnigen Worten und wurde durch ein Wunderkerzenmeer vor der Witthauhalle abgeschlossen.

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