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Haigerloch Stadt spielt ein bisschen Lotto

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In Haigerloch gibt es eine kleine Chance, mehrere Einwahlpunkte (Hotspots) für die kostenlose Internetnutzung zu schaffen. Foto: Schwarzwälder Bote

Allzu große Erwartungen wollte Bürgermeister Heinrich Götz im Gemeinderat zwar nicht wecken, aber möglicherweise gibt es eine Mini-Chance, mit Hilfe von EU-Fördermitteln in der Stadt mehrere Einwahlpunkte (Hotspots) für die kostenlose Internetnutzung zu schaffen.

Haigerloch. Präziser ausgedrückt ist von der Schaffung von "Wireless LAN Access Points" die Rede. Man kann diese auch als "Hotspots" bezeichnen. Deren Grundprinzip ist folgendes: Bürger können sich in "Zentren des öffentlichen Lebens" (Parks, Plätze, öffentliche Einrichtungen) über solche Hotspots mit ihren Endgeräten (Smartphones, Laptops) kostenlos, schnell und auch sicher ins Internet einklinken. Die Kosten für die Bereitstellung der relativ überschaubaren Technik und die Internetverbindung trägt die Kommune.

Unterstützt wird das mit Fördermitteln der EU, die erreichen will, dass auch in den entlegensten Orten eine brauchbarer Internetzugang angeboten wird. Sie stellt für den Aufbau der technischen Infrastruktur pro Gemeinde so genannte Gutscheine in Höhe von bis zu 15 000 Euro in Aussicht.

Doch einschränkend muss gesagt werden, dass dieses EU-Projekt unter dem Schlagwort "WiFi4eu – WLAN für alle" einer kleinen Lotterie gleichkommt und eine Kommune schon eine gehörige Portion Glück haben muss, um an Fördermittel zu kommen: insgesamt buhlen Kommunen aus 28 Ländern (plus Norwegen und Island) um Geld aus diesem EU-Topf (siehe Info-Rubrik).

Aber probieren kann man es ja mal, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – meinte auch der Gemeinderat und gab Bürgermeister Heinrich Götz mit 16 Ja-Stimmen die Freigabe zur Bewerbung um die Fördergelder. Götz war bei der Einschätzung der Erfolgaussichten auch zurückhaltend. Aus seiner Sicht würden viel zu wenige Anschlüsse gefördert und es gebe viel zu viel Nachfrage.

Interessante Punkte, wo man diese Hotspots aufbauen könnte, gäbe es im Felsenstädtle indes genügend. Der Bürgermeister hatte an den Marktplatz, das Freibad und die Witthauhalle gedacht. Grundsätzlich fand der Gemeinderat diese Auswahl nicht schlecht, es gab aber auch einzelne mahnende Stimmen aus dem Gremium. Man müsse aufpassen, dass solche Hotspots nicht zu sozialen Brennpunkten würden, andere Kommunen hätten solche Erfahrungen schon gemacht. Deshalb müsse man möglicherweise die Nutzung der Hotspots zu bestimmten Zeiten ausschalten.

Wieder andere sorgten sich um den Schutz von Daten und Privatsphäre. Im Freibad sei schnell das Handy gezückt, ein Foto gemacht und ins Netz gestellt.

Was die Kosten betrifft, so rechnete der Haigerlocher Bürgermeister mit brutto 5000 Euro zum Aufbau der WLAN-Access-Punkte. Und auch die monatlichen Betriebskosten würden laut ihm an der Stadt hängen bleiben. Götz geht von einer Grundgebühr von etwa 85 Euro pro Monat aus.

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