34 Gymnasiallehrer unterzeichnen Brief

Haigerloch. "Mit aufgebrachten Grüßen": Diese etwas süffisante Grußformel beendet ein Schreiben von Lehrern und Lehrerinnen des Gymnasiums Haigerloch, in dem sie ihren Protest gegen Sparmaßnahmen der Landesregierung zum Ausdruck bringen und das unserer Zeitung vorliegt.

34 Lehrer und Lehrerinnen aus dem Kollegium des Gymnasiums haben den Brief unterzeichnet, der nicht nur an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Abgeordneten des Baden-Württembergischen Landtags gerichtet ist, sondern auch an viele andere Adressaten.

In ihrem Brief kanalisieren die Haigerlocher Gymnasiallehrer ihre Enttäuschung, ihr Unverständnis und auch ihre Ablehnung von Einsparungen im Bildungsbereich, die derzeit diskutiert werden oder bereits beschlossen sind, wie zum Beispiel Abstriche für Berufsanfänger ("gravierend und sozial unausgewogen").

Der Protest des Lehrerkollegiums richtet sich in erster Linie gegen geplante Kürzungen im Ergänzungsbereich. Sie würden aufgrund eigener Berechnung 3,5 Deputatsstunden ausmachen. Zusätzlich mache sich der Wegfall von Entlastungsstunden für die Organisation der Hausaufgabenbetreuung im Gymnasium bemerkbar. Sie könne deshalb nicht mehr geleistet werden und damit breche ein wichtiger Pfeiler des Ganztagsangebotes wie auch die differenzierte Förderung von Schülern und Schülerinnen weg.

Der Protestbrief richtet sich aber auch gegen eine Abkopplung der Gehaltsentwicklung von den Tarifverträgen (Reallohnverlust), die Kürzung oder Abschaffung von Altersermäßigungen für Lehrer sowie Streichungen von Lehrerstellen im gymnasialen Bereich. Der Rückgang der Schülerzahlen, so argumentieren die Unterzeichner, falle geringer aus als prognostiziert.

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