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Haigerloch Probleme lassen Kosten in die Höhe schießen

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Die Tiefbauarbeiten zur Neugestaltung des Bürgerparks Eyachauen in der Haigerlocher Unterstadt kommen trotz aller Widrigkeiten voran und sollen Ende August abgeschlossen sein. Links: Die 23 Meter lange Stützmauer, auf welcher der Radweg wieder hoch in die Hechinger Straße mündet. Rechts: Die derzeitige Neuverlegung der Wasserleitung hinterm Gasthaus Schlössle.Fotos: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Die gute Nachricht zuerst: Trotz Corona-Krise schreiten die Tiefbauarbeiten zur Neugestaltung des Bürgerparks Eyachauen in der Haigerlocher Unterstadt voran. Ende August sollen sie abgeschlossen ein. Die schlechte Nachricht: Wegen einiger Überraschungen wird der Tiefbau teurer als geplant.

Haigerloch. Und zwar um gut 326 000 Euro. Dies brachte der ausführliche Baustellen-Bericht des leitenden Bauingenieurs Bernd Haußmann vom Münsinger Büro Pirker + Pfeiffer zu Tage, den er am Dienstag im Haigerlocher Gemeinderats vorstellte.

Tatsächlich liegt der aktuelle – und wohl auch endgültige – Kostenstand bei den Tiefbauarbeiten laut Haußmann bei 2,05 Millionen Euro. Als der Gemeinderat die Arbeiten im Juli 2019 vergeben hatte, betrug die Auftragssumme noch 1,72 Millionen Euro.

Wie kommt das zu Stande? Um solchen Nachfragen der Gemeinderäte begegnen zu können, hatte der Ingenieur eine detaillierte Auflistung der Mehrkosten in den Gruoler Löwensaal mitgebracht.

"Wir haben leider einige Überraschungen erlebt", erklärte Haußmann. In anderen Worten: Im Untergrund tauchten plötzlich alte Stütz mauern auf, die nirgends verzeichnet waren und eine zweite Asphaltschicht, vermutlich einer alten Straße.

Dazu kamen verschiedene Fundamente, die, so Haußmann, "heftige Abbrucharbeiten" erforderten. Dort, wo man derzeit eine 23 Meter lange Stützmauer und darauf ein 19 Meter langes Brückenbauwerk errichtet, damit der 300 Meter lange Radweg wieder hoch in die Hechinger Straße münden kann, stießen die Bauarbeiter auf "sehr schwierigen Untergrund". Der lose Hangschutt unter der Hechinger Straße machte es nahezu unmöglich, die Stützmauer so wie vorgesehen im Fels zu verankern. Das ganze Bauverfahren musste deswegen umgestellt werden. Allein diese Umplanung und die geänderte Ausführung verursachte Mehrkosten von 140 000 Euro.

Wenn’s schon nicht läuft, dann gleich richtig: Das Abbruchmaterial auf der Baustelle (beziehungsweise der Erdaushub) erwies sich nämlich als schadstoffbelastet. Noch Ende Februar war man davon ausgegangen, dass man es wieder einbauen könnte, aber man musste es letztlich entsorgen. Kosten: 95 000 Euro.

Götz: Niemand ist glücklich mit der Situation

Alles sehr unerquicklich und sowohl Ingenieur als auch Stadtverwaltung mussten sich einigen Fragen stellen. Hätte man die Probleme nicht durch eine bessere Sondierung vorher erkennen können?, fragte sich Ralf Heim (CDU). Verwaltung und Ingenieur verneinten, weil keine alten Pläne existieren würden, die entsprechende Hinweise hätten geben können. Alexander Edele (CDU) fragte, wie man diese Mehrkosten finanziere. Eine zusätzliche Kreditaufnahme scheidet aus, Stadtkämmerer Timo Müller ist aber guten Mutes, dass die Stadt trotz schwieriger Zeiten "freie Mittel hat, um diese Kosten aufzufangen". Es gebe andere Projekte die sich verzögern werden, meinte der Kämmerer und nannte als Beispiele die Sanierung des Weildorfer Hagestalls oder den Breitbandausbau.

Man dürfe den Ingenieuren keinen Vorwurf machen, meinte Bürgermeister Heinrich Götz. Sie seien über die Situation ebenso wenig glücklich wie die Stadtverwaltung. Es sei halt eine nicht einfache Baustelle gewesen. Götz hoffte, dass man den Bürgerpark Eyachauen bald nutzen könne.

Wenn die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, dann rückt die beauftrage Garten- und Landschaftsbaufirma Werner aus Haigerloch an, um das Gelände zu gestalten. Auf Nachfrage von Thomas Bieger (SÖL) bezifferte Haupt- und Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck die Kosten für die Freianlagen auf 224 000 Euro, dazu kommen aber noch die Mehrwertsteuer und Baunebenkosten drauf.

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