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Haigerloch Pfingsten in Corona-Zeiten

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Pfingstgottesdienst in der Haigerlocher Schlosskirche. Foto: Fechter Foto: Schwarzwälder Bote

Haigerloch. Zum Einzug: Stille. Die Reihen sind licht. Die Pfingstbotschaft wird in Haigerloch in diesem Jahr nicht wie sonst mit einer festlichen Orchestermesse in einer vollbesetzten Kirche transportiert.

Der Heilige Geist, so Pfarrer Michael Storost bei der Begrüßung der Gottesdienstbesucher in der Schlosskirche, komme aber trotzdem, nur eben anders. "Gott spricht in der Stille zu uns". Pfarrer Storost hatte entgegen der ursprünglichen Planung die gute Stube unter den Haigerlocher Kirchen für diesen Gottesdienst geöffnet und dankte den Gläubigen, die den beschwerlichen Weg auf sich genommen hatten, um mit dem Pfingstfest die Ankunft des Heiligen Geistes zu feiern.

Dieser, so der Pfarrer, käme auch nicht einfach so zu einem. Man müsse sich dafür schon ein bisschen anstrengen und sich ihm öffnen. Pfingsten habe viel mit den Corona-Zeiten zu tun, erklärte Storost. Jesus habe seinen verzagten und schwachen Jüngern durch den Heiligen Geist Leben eingehaucht.

Er verglich dies mit dem Einsatz von Herz-Lungen-Maschinen bei an Covid 19 erkrankten Patienten. Diese helfe auch nicht bei allen, und die Patienten müssten nach der Beatmung das Atmen erst wieder mühselig lernen.

Auch die Kirche erscheine vielen mehr tot als lebendig, und es scheine manchmal, als fänden die Verantwortlichen den richtigen Knopf zur Wiederbelebung nicht.

Die Pfingstbotschaft sage, dass sich Menschen verschiedener Nationalitäten plötzlich verstünden. Diese positive Vielstimmigkeit stehe dem Sprachenwirrwarr beim Turmbau zu Babel entgegen. Auch das sei Corona: Virologen und Politiker ringen um Einigkeit, und man wisse nicht, was wahr und was falsch sei, Verschwörungstheorien und Weltuntergangsszenarien grassierten. Friede und Einigkeit fallen nicht vom Himmel, so der Pfarrer weiter, sie würden von Gott geschenkt, wenn wir uns Mühe geben und mit der Botschaft Gottes Ernst machen. Es sei gut auf Jesus und seinen Umgang mit Kranken und "Versagern" zu schauen und somit dem Ungeist von Egoismus und Rücksichtslosigkeit zu trotzen.

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