Austauschschüler aus Moldawien waren zu Gast am Haigerlocher Gymnasium. Am Dienstag kam Landrat Günther-Martin Pauli (links) zu Besuch und stellte den Landkreis vor. Rechts Schulleiter Helmut Opferkuch mit Jutta Wolf und Holger Michelfeit, die den Austausch organisieren. Foto: Fechter Foto: Schwarzwälder-Bote

Landrat stellt sich Fragen von Austauschschülern aus Moldawien

Von Birgit Fechter

Haigerloch. Zum zweiten Mal sind derzeit Austauschschüler aus Moldawien am Haigerlocher Gymnasium zu Gast. Am Dienstagabend besuchte sie Landrat Günther-Martin Pauli in Haigerloch und stellte ihnen den Zollernalbkreis vor.

Schulleiter Helmut Opferkuch begrüßte dazu die Schüler und die Gasteltern auf deutsch und französisch. Landrat Pauli stellte sich und sein Amt als Chef des Landkreises vor und freute sich über einem "unglaublich interessanten Besuch". Er erklärte, sehr neugierig auf das Land Moldawien zu sein. Kontakte dieser Art seien für Europa und Deutschland sehr wichtig. In Moldawien sei die Demokratie noch nicht so weit wie in Deutschland, was zum Beispiel Menschenrechte und Pressefreiheit angehe. Deshalb, so der Landrat sei der Kontakt zwischen den Haigerlocher Schülern und denen aus Moldawien nicht nur freundschaftlich, sondern "hochpolitisch".

Die Schüler aus Moldawien, genauer gesagt vom Liceul Teoretic "Gheorghe Asachi" in der moldawischen Hauptstadt Chisinau, stellten anschließend ihr Land vor. Das Land ist seit 1991 eine unabhängige Republik. Es grenzt an Rumänien und wird von drei Seiten von der Ukraine umschlossen. Moldawien zählt etwa 3,5 Millionen Einwohner. Die offizielle Amtssprache ist rumänisch, da die rumänischen Moldauer auch die Mehrheit der Bevölkerung stellen. Die Gastschüler stellten ihrerseits Fragen an Landrat Günther-Martin Pauli zur hiesigen Region.

Die Schülerinnen und Schüler sind vergangenen Freitag in einem kleinen Bus in Moldawien gestartet, haben ein Mal in Rumänien übernachtet und sind dann bis Haigerloch durchgefahren. Heute fahren sie zurück.

Die moldawischen Jugendlichen sprechen alle sehr gut französisch, erklärt Helmut Opferkuch. Deutsch können sie hingegen gar nicht, Englisch nur wenig. Sie seien auch sehr interessiert an Bildung und sehr gut erzogen. Während ihres Besuchs waren sie in Stuttgart und auf der Burg Hohenzollern. Ansonsten liefen viele interkulturelle Begegnungen in der Schule. Betreut wird der Austausch von Holger Michelfeit und Jutta Wolf.

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