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Haigerloch Ortskundige Autofahrer umfahren gesperrte B 463

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Fuß vom Gas heißt es derzeit in Stetten: Wegen eines erhöhten Verkehrsaufkommens aufgrund der Sperrung der B 463 wegen Straßenbelagsarbeiten gilt jetzt auf der ganzen Ortsdurchfahrt Tempo 30. Foto: Kost

Haigerloch-Stetten - Die Sanierung der B 463 zwischen der Stunzachbrücke und der Abzweigung nach Gruol ist in vollem Gange. Aber sie bringt unerwartete Probleme mit sich: Stetten ächzt seit Tagen unter einem enorm angewachsenen Durchgangsverkehr. Jetzt wurde darauf reagiert.

Das war so nicht geplant: eigentlich waren die Umleitungsstrecken um die knapp 1,5 Kilometer lange Baustelle auf der B 463 so ausgeschildert, dass der Verkehr weiträumig um Stetten herum fließt. Wer zum Beispiel von der Autobahn in Richtung Balingen will, wird bei der Autobahnanschlussstelle Sulz/Vöhringen über Geislingen in diese Richtung gelotst.

Anschlussstelle bei Stunzachbrücke ebenfalls gesperrt

Doch nicht jeder Autofahrer und jede Autofahrerin kommt von der Autobahn. Leute, die in der näheren Umgebung wohnen und ortskundig sind, fahren in Richtung Haigerloch und dann entweder über die Krebshalde oder den Butzengraben Richtung Seesteige. Von dort aus biegen sie nach Stetten ab, um über den Ort auf die B 463 Richtung Balingen zu gelangen.

Diese Alternativ-Route liegt auch deshalb nahe, weil es derzeit eben nicht möglich ist, um auf der um die Haigerlocher Unterstadt herumführende L 360 (Am Mühlengraben) auf die Bundesstraße zu gelangen. Diese Anschlussstelle bei der Stunzachbrücke ist nämlich ebenfalls gesperrt.

Der Verkehr durch Stetten scheint offenbar immens zu sein. Es gibt Leser, die unserer Zeitung von Rückstaus berichtet haben, die sich von der Einmündung der Ortsdurchfahrt in die B 463 bis hoch zum Friedhof gebildet haben sollen. Das wäre eine Fahrzeugschlange von knapp 1,3 Kilometer Länge.

Nummernschilder aus allen Herren Länder

In der Ortschaftsverwaltung sind bereits Beschwerden wegen des hohen Fahrzeugaufkommens eingegangen, wie Ortsvorsteher Walter Stocker bestätigt. Der Verkehr habe deutlich zugenommen, vor allem morgens und abends und man sehe an den Nummernschildern, dass die Autos "aus allen Herren Länder" kämen, erzählt er. Weil derzeit keine Sitzungsperiode ist, hat sich Stocker per WhatsApp mit seinen Ortschaftsräten kurzgeschlossen und abgestimmt. Man kam zum Ergebnis, dass man reagieren sollte.

Also hat sich der Ortsvorsteher ans Ordnungsamt der Stadt gewandt und diese hat beim Landratsamt die Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt beantragt. Als Begründung wurde das verstärkte Verkehrsaufkommen mit einem hohen Schwerlastanteil aufgeführt, wodurch die Verkehrsführung in der engen und kurvenreichen Ortsdurchfahrt erschwert wird.

Erneuerung der Fahrbahndecke kostet 610.000 Euro

Die Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes hat auch rasch reagiert und in Ergänzung der verkehrsrechtlichen Anordnung des Regierungspräsidiums Tübingen bereits am 5. August eine Geschwindigkeitsbeschränkung angeordnet. Deren Ergebnis: seit Donnerstag ist von unterhalb des Alten Schafstalles bis hinunter zum Sägewerk Schulz durchgängig eine Tempo-30-Zone installiert. Erst danach darf man die paar hundert Meter bis zur Einmündung der Salinenstraße in die B 463 wieder 50 fahren.

Stocker hofft, dass sich dadurch die Situation etwas entspannt bis die Straßenbelagsarbeiten auf der B 463 Anfang September abgeschlossen sind. Auch die Stadt Geislingen ächzt der zeit offenbar unter dem hohen Vekehrsaufkommen. Auch dort gilt deshalb jetzt Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt.

Was die Bauarbeiten auf der Bundesstraße betrifft, so sind die Arbeiten voll im Zeitplan. Auf der Doppel-Fahrspur den Berg hoch ist der Splitt-Mastix-Belag bereits aufgebracht und wenn dieser Abschnitt fertig ist, macht sich die Firma Stumpp an die zweite Fahrspur. Auch die drei Abfahrten nach Gruol, Haigerloch und ins Stunzachtal werden auf eine Länge von etwa 50 Metern neu asphaltiert. Die Kosten für die Erneuerung der stark beanspruchten Fahrbahndecke betragen rund 610.000 Euro und werden vom Bund getragen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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