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Haigerloch Musik-Lehrerin will mit Corona-Song Mut machen

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Das schwarze Tier Corona: Simone Hönisch hat ein Musikvideo produziert, mit dem sie den Menschen in diesen schwierigen Tagen etwas Mut machen möchte. Foto: Hönisch

Haigerloch - Jede Notzeit hat ihre Musik. Im Zweiten Weltkrieg schöpften Soldaten mit "Lili Marleen" neue Kraft. Nach der Katastrophe des 9/11 bekämpften die Menschen Kummer und Tränen mit "Only Time" von Enya. Nun hat Simone Alena Hönisch aus Haigerloch einen Song zur Corona-Krise geschrieben.

Er heißt "Corona, schwarzes Tier" und liegt nicht bloß als Musik-Stück vor, sondern sogar als komplettes Musik-Video. Simone Hönisch hat es mit Unterstützung zweier Musikern ihrer früheren Band produziert. Unter "iLena & R.S.T.N" (iLena ist seit einem halben Jahr ihr Künstlername) wird das knapp 2.50 Minuten lange Video um 18 Uhr auf YouTube veröffentlicht.

Simone Hönisch geht es derzeit nicht anders als den allermeisten ihrer Kolleginnen und Kollegen. Als Lehrerin am Schulverbund in Frommern sitzt sie seit Wochen zuhause in Haigerloch. Von dort aus unterstützt sie zwar ihre Schülerinnen und Schüler und deren Eltern so gut, wie es diese schwierige Situation eben zulässt, aber es gibt natürlich auch Phasen in denen es nichts für die Schule zu tun gibt.

Und da das Thema Corona-Pandemie derzeit übermächtig und allgegenwärtig ist, hat sich die durch ihre vielfältigen musikalischen Aktivitäten im Bereich der Pop- aber auch Kirchenmusik bestens bekannte Frau während dieser unfreiwilligen Pause mit dem Virus und seinen Folgen beschäftigt und einen Song darüber geschrieben.

Lied in flottem Tempo

Der Virus, mit dem bloßen Auge ja nicht erkennbar und daher ein schwer einzuschätzender Feind, wird in ihren Liedzeilen zu einem schwarzen, bösen Tier. Denn anderes als ein unsichtbares Monster kann man eine Bestie aus Fleisch und Blut bekämpfen.

Möglicherweise mag man jetzt an eine schwermütige Ballade denken, die Hönisch zu Papier gebracht hat. Doch weit gefehlt: Ihr Corona-Song ist ein Lied in flottem Tempo und es besitzt einen eingängigen Refrain, der schnell ins Ohr geht. "Es ist ein Lied, das Trost und Mut spenden und davor bewahren soll, tatsächlich in ein schwarzes Loch zu fallen", erklärt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Außerdem sei es natürlich auch als Dankeschön an diejenigen zu verstehen, die momentan den Laden am Laufen halten.

Rund zwei Wochen hat sie jeden Tag ein bisschen an Song und Video gefeilt, bis das Werk fertig und veröffentlichungsfähig war. Das war schwierig genug, weil sie sich ja nicht mit ihren beiden Mitmusikern – ein Schlagzeuger und ein Gitarrist – zum Einspielen des Songs treffen konnte. Also haben alle ihren Part zuhause eingespielt und der Schlagzeuger hat das Ganze dann in seinem privaten Tonstudio abgemischt. Das Video dazu hat wiederum Simone Hönisch produziert. Dafür hat sie lizenzfreie Video-Sequenzen verwendet und mit kurzen Szenen von ihr und den anderen beiden Musikern gemischt.

Schnelle Szenenwechseln

Das Ganze ist gut gelungen und hat eine qualitativ hochwertige Anmutung. Die schnellen Szenenwechseln, Überblendungen und Bildsplittings in dem Film sind ziemlich professionell gemacht und passen sehr gut zu Musik und Text.

Man darf also gespannt sein, wie viele Clicks das Video auf YouTube bekommen wird. Und wer weiß, vielleicht wird "Corona, schwarzes Tier" zumindest ein regionaler Hit. Das dies möglich ist, hat nicht zuletzt der Bisinger Charlie Baker mit einer originellen Version des Hohenzollernliedes ("WoKomschHer") bewiesen.

Stichwort Krise: Die hat auch einige künstlerische Pläne von Simone Hönisch vorerst zunichte gemacht. Zu Gunsten der Renovation der evangelischen Abendmahlskirche wollte die Haigerlocher Musikerin und Sängerin eigentlich bei den Tagen der Kunst und Kultur an Pfingsten auftreten, doch daraus wird nun nach der Absage des Events (wir haben berichtet) leider nichts. Auch ein zweites musikalisches Projekt mit neuen Musikern liegt laut ihr derzeit auf Eis.

Immerhin kompensiert Hönisch die missliche Lage in einer Form, wie das gerade viele andere ihrer mehr oder weniger berühmten Künstlerkollegen tun. Seit etwa einer Woche gibt es auf Facebook und Instagram live kleine Auftritte von ihr zu sehen.

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