Fünf erfolgreiche virtuelle Jung-Unternehmer vom Haigerlocher Gymnasium. Von links: Sandro Roeder, Gregor Seifer, Marius Schler, David Radic und Philip Kocot. Foto: Gymnasium Foto: Schwarzwälder-Bote

Gründerpreis: Idee von fünf jungen Haigerlocher Gymnasiasten schafft es in die Top Ten

Haigerloch/Hamburg (tk). "Du machst das Spiel" Unter diesem Motto steht der Deutschen Gründerpreises für Schüler (DGPS). Er gilt als bundesweit größtes Existenzgründer-Planspiel für Jugendliche. Mit von der Partie beim diesjährigen Wettbewerb: Ein Team mit fünf Jungs vom Haigerlocher Gymnasium.

Philip Kocot, Marius Schler (beide aus Stetten), David Radic (Gruol), Gregor Seifer (Trillfingen) und Sandro Röder (aus Rangendingen) vom Fach Wirtschaft in der Kursstufe 1 haben es unter die besten zehn Gruppen des Wettbewerbs geschafft. Angesichts der Tatsache, dass sich für den DGPS jährlich rund 1000 Gruppen anmelden, ist das eine bemerkenswerte Leistung. Unter den Namen "KRS Bike-Heating UG & Co. KG" haben sie eine Firma gegründet, die Lenker- und Sattelheizung für E-Bikes herstellt und vertreibt – alles fiktiv, wohlgemerkt.

Das Geschäftskonzept der fünf Jungs wurde von zwei voneinander unabhängigen Juroren bewertet und bundesweit unter die zehn besten Businesspläne gewählt. Damit dürfen die fünf am 13. Juni mit den beiden Betreuungslehrern Mathias Schon und Franziska Weiblen und einem Vertreter der Sparkasse zur Siegerehrung nach Hamburg fahren. Die Chanchen dort steht für das Quintett gar nicht schlecht: Denn gewinnen wird nämlich nicht das kreativste Produkt, sondern der überzeugendste Markenauftritt,

Und sollten die fünf jungen Haigerlocher Gymnasiasten in Hamburg je als Gewinnerteam ausgewählt werden – träumen ist bekanntlich erlaubt – dann dürfen sie später nach Berlin reisen und dort bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises mit auf der Bühne stehen.

Die besten fünf Teams machen sich außerdem beim viertägigen "Future Camp" im Herbst mit Workshops und Trainings fit für die Herausforderungen der Zukunft. Auf die Sechst- bis Zehntplatzierten warten attraktive Praktikumsplätze bei Unternehmen, die mit dem Gründerpreis ausgezeichnet worden sind.

Beim Gründerpreis handelt es sich um ein online-basiertes Planspiel, an dem Schüler und Schülerinnen ab 16 Jahren von allgemein- und berufsbildenden Gymnasium teilnehmen können. Sie bilden drei- bis sechsköpfige Teams und müssen insgesamt neun Aufgaben lösen.

Bei Aufgabe eins und zwei geht es vor allem darum, das Geschäftskonzept vorzustellen und sich ein Beraternetzwerk aus Coach (ein Lehrer) und Unternehmenspartnern zu suchen.

Je weiter man mit der fiktiven Unternehmensgründung kommt, desto konkreter werden danach die zu lösenden Aufgaben. Wie in der realen Wirtschaftswelt wird im zweiten Aufgabenblock (Aufgabe drei bis neun) nach Vertriebsplanung, Marketingstrategie und Finanzierung gefragt. Die Wettbewerbsdauer beträgt drei bis vier Monate.

Weitere Informationen: Seit 1999 haben über 74 000 Schüler am DGPS teilgenommen. Das Jugendplanspiel ergänzt die Kategorien StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk des Deutschen Gründerpreises.

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