Tabea Fechter vom Gymnasium Haigerloch schlug sich beim Bezirksentscheid des alljährlichen Schulwettbewerbes sehr gut, auch wenn es für die Teilnahme am Landesfinale nicht gereicht hat. Foto: Gymnasium Foto: Schwarzwälder Bote

Lesewettbewerb: Tabea Fechter beim Bezirksentscheid in Tübingen

Haigerloch. Nachdem Tabea Fechter, Schülerin des Haigerlocher Gymnasiums, beim bundesweiten Vorlesewettbewerb sowohl den Schul- als auch den Kreisentscheid in Balingen für sich entscheiden konnte, trat sie vor wenigen Tagen in der Tübinger Stadtbücherei gegen die besten Vorleser des Bezirkes an.

Dass die Konkurrenz wirklich aus allen Himmelsrichtungen angereist war, überraschte auch Tabeas mitgereiste Fans: die anderen zwölf Teilnehmer kamen aus Ulm und Biberach, Isny, Friedrichshafen, Buchheim, Laichingen, aber auch die nähere Umgebung wie Reutlingen, Pfullingen und Tübingen war vertreten.

Den Ablauf des Vorlesewettbewerbs kannte die Schülerin aus der Klasse 6b am Haigerlocher Gymnasium ja schon zu gut, aber dass sie als Letzte vorlesen musste, war eine echte Herausforderung für sie. Tapfer geduldete sie sich, als sich die Vorlesenden Geschichten über das Drama eines leeren Nutella-Glases, dem unbemerkt ausspionierten Kaffeeklatsch von Großtanten oder der lebensrettenden Fluchthilfe aus einem Konzentrationslager zum Besten gaben.

Als sie endlich an der Reihe war, las Tabea Fechter aus dem Jugendbuch "Wie ein springender Delfin" von Mark Lowery – ihrem Buchpreis aus Balingen – vor und zog die Zuhörer durch einen mitreißend vorgetragenen Textausschnitt über die Erlebnisse von Martin und Charlie in ihren Bann.

Einmal im Vorlesefluss, entschied sie sich, gleich mit dem Fremdtext weiterzumachen und las aus dem druckfrisch erschienenen Abenteuerroman von Antonia Michaelis "Wind und der Geheime Sommer" vor.

Nach langer Beratung verkündete die Jury, bestehend aus zwei ehemaligen Wettbewerbsteilnehmern, einer Angestellten der Stadtbücherei, einem Musikkritiker der Lokalzeitung "Schwäbisches Tagblatt" und einem Dramaturgen vom Landestheater Tübingen (LTT), den Sieger des Wettbewerbs: Zur Überraschung aller konnte sich sie Jury nicht auf einen Sieger einigen, sodass sie nun zwei Vorleser nach Stuttgart zum Landesentscheid schickt. Leider konnte Tabea sich nicht gegen die starke Konkurrenz aus Aulendorf und Laichingen durchsetzen. Aber das Wichtigste war sowieso: Tabea hat es Spaß gemacht und sie konnte das machen, was sie am liebsten tut: lesen!

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