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Haigerloch Klares Ja zum Modellversuch

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Jetzt liegt die Entscheidung beim Kultusministerium, ob am Gymnasium Haigerloch ein G9-Modellversuch gestartet wird. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Thomas Kost

Haigerloch. Hechingen hat die Marschroute vorgegen. Auch das Gymnasium Haigerloch soll deshalb einen Anlauf auf einen G9-Modellversuch wagen.Die Würfel für den Beschluss des Haigerlocher Gemeinderats am Dienstag auf einen G9-Antrag beim Kultusministerium, waren tatsächlich ein paar Tagen vorher in Hechingen mit dem dortigen Gemeinderatsbeschluss gefallen (wir haben berichtet). Denn sollte die Stadt Hechingen tatsächlich ein G9-Gymnasium bekommen, dann bestünde eine durchaus berechtigte Sorge, dass Schüler aus Rangendingen ans Hechinger Gymnasium abwandern und nicht mehr nach Haigerloch gehen. Damit geriete möglicherweise die Dreizügigkeit der Schule in Gefahr. Eines haben nämlich Umfragen sowohl in Hechingen als auch in Rangendingen oder Haigerloch gezeigt: Eltern bevorzugen für ihre Kinder eine Klasse mehr auf dem Weg zum Abitur – vor allem wenn die Schule wohnortsnah liegt.

Insofern hatte der Gemeinderat praktisch keine andere Wahl, als auf das Hechinger Votum anders als mit einem Ja zu G9 zu reagieren. Ob Haigerloch und Hechingen tatsächlich in der nächsten Runde zum Zuge kommen, bleibt jedoch abzuwarten. Eigentlich soll der Modellversuch mit landesweit 44 G9-Schulen nur an einem Gymnasium pro Landkreis stattfinden. Und das Gymnasium in Ebingen hat den Zuschlag für ein G9-Abitur schon bekommen.

Die Stadt wird nun fristgerecht zum 1. Dezember 2012 einen Antrag beim Land stellen, damit das Gymnasium unter der Prämisse "Zwei Geschwindigkeiten zum Abitur" das Abi in neun Schuljahren zum Schuljahr 2013/14 wieder anbieten kann.

Nachdem Schulleiter Helmut Opferkuch das Thema bereits Ende Oktober den Gemeinderäten erläuterte, hatte sich inzwischen auch der Schulausschuss mit dem Thema beschäftigt und dem Gemeinderat die Empfehlung gegeben, einen G9-Antrag beim Kultusministerium zu stellen. Mit Mehrkosten rechnet die Stadt nicht, sollte sie eine Zusage bekommen, wohl aber mit dem Bau von zwei bis vier weiterer Klassenzimmern ab dem Schuljahr 2020/21.

Der Gemeinderat beschloss den Antrag bei nur einer Gegenstimme von Rolf Henle (Freie Wähler). Sein Bedenken war, dass keine Rechtssicherheit für G9 herrsche. Stadträtin Hannelore Schick (CDU) plädierte für G9 weil sie eine erheblich geringere Belastung der Kinder sah. In G8 hätten Jungen und Mädchen so gut wie keine Zeit mehr für Hobby oder Verein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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