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Haigerloch Justiz-Krimi am Auschwitz-Gedenktag

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"Der Staat gegen Fritz Bauer" ist ein spannender Justizfilm aus der Zeit, als die Bundesrepublik noch jung war. Er wird am Sonntag in der ehemaligen Synagoge gezeigt. Foto: ©Menke/zero one film Foto: Schwarzwälder Bote

Der Gesprächskreis Ehemalige Synagoge hat auch im neuen Jahr viel vor. Der Einstieg ins Jahresprogramm 2020 wird bereits am kommenden Sonntag, 26. Januar, gemacht. Dann wird in der Ehemaligen Synagoge im Haag der Film "Der Staat gegen Fritz Bauer" gezeigt".

Haigerloch. Für diesen frühen Auftakt gibt es einen Anlass: Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Vernichtungs- und Konzentrationslager in Auschwitz. In Deutschland ist der 27. Januar 1945 seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar im Jahr 2005 erklärt.

Da die Vorführung von Filmen zum Gedenktag am 27. Januar immer wieder auf gute Resonanz stößt, hat sich der Gesprächskreis auch im neuen Jahr dazu entschieden, auf diese Karte zu setzen. Diesmal wird der deutsche Spielfilm "Der Staat gegen Fritz Bauer" gezeigt".

Der etwa 105 Minuten lange Film zeigt einen kurzen Zeitabschnitt aus dem Wirken des Frankfurter Generalstaatsanwalts Fritz Bauer und ein Kapitel aus der Geschichte der noch jungen Bundesrepublik. Gegen den Widerstand von Mitgliedern der deutschen Justiz trägt Bauer dazu bei, dass Adolf Eichmann in Argentinien 1960 enttarnt und vor Gericht gestellt werden kann; nicht wie von Fritz Bauer erhofft, in der noch jungen Bundesrepublik, aber in Israel.

Eichmann leitete während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges in Berlin das so genannte "Eichmannreferat" Diese Dienststelle organisierte die Verfolgung, Vertreibung und Deportation von Juden und war mitverantwortlich für die Ermordung von schätzungsweise sechs Millionen Menschen.

Im Mai 1960 wurde der nach Argentinien geflüchtete Eichmann von Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad nach Israel entführt, wo ihm ein öffentlicher Prozess gemacht wurde. Er wurde zum Tode verurteilt und in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1962 hingerichtet.

Fritz Bauers langjähriger beharrlicher Einsatz markiert den Auftakt der juristischen und medialen Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen in der Bundesrepublik, aber erst nach Bauers Tod 1968 wird seine Beteiligung an der Ergreifung von Adolf Eichmann bekannt. Filmbeginn in der Ehemaligen Synagoge im Haag ist um 17 Uhr; der Eintritt ist frei.

Der Film-Nachmittag ist eine von bislang acht Veranstaltungen die der Gesprächskreis Ehemalige Synagoge in diesem Jahr geplant hat. Die weiteren Termine im Überblick:

  Montag, 23. März: Mitgliederversammlung des Gesprächskreises im Hotel-Restaurant Krone, ab 20 Uhr.

  Sonntag, 26. April: 90-minütige Führung mit Margarete Kollmar durch das jüdische Wohnviertel Haag unter dem Schwerpunkt-Thema "Jüdische Frauen";, 14 Uhr.

  Sonntag, 31. Mai und Montag, 1. Juni (Pfingsten): Im Rahmen der Tage der Kunst und Kultur Bücherflohmarkt auf dem Platz vor der ehemaligen Synagoge, jeweils von 11 bis 17 Uhr.

  Sonntag, 28. Juni: 90-minütige Führung mit Margarete Kollmar über den jüdischen Friedhof und durch die Mikwe (Badehaus neben der Synagoge), 14 Uhr.

  Sonntag, 6. September: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur. Führung durch die ehemalige Synagoge, die Mikwe und den jüdischen Friedhof, 14 Uhr. Filmvorführung ("Die Frauen aus der Rosenstraße"), 17 Uhr.

  Sonntag, 8. November: Gedenkfeier zur Reichspogromnacht, 17 Uhr.

Die Veranstaltungen finden in der ehemaligen Synagoge statt Für die Führungen ist dort auch immer der Treffpunkt. Weitere Veranstaltungen sind noch in Planung.

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