Revierförster Michael Bauer neben dem Holz und dem Gestrüpp, das bei der Auslichtung des gut 70 Meter langen Walls entlang der Trillfinger Tennisplätze anfiel.Fotos: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Natur: Schutzwall entlang der Trillfinger Tennisplätze ausgelichtet / Gehölz war zum Teil innen faul und nicht mehr standsicher

In den Wintermonaten ist in der Natur Wachstumspause und man kann größere Eingriffe in der Vegetation vornehmen. Das ist jetzt bei den Trillfinger Tennisplätzen geschehen.

Haigerloch-Trillfingen. Im Auftrag des Forstamtes hat Rückeunternehmer Toni Beck sich den bepflanzten Wall vorgenommen, der sich über eine Breite von 70 Metern an der nördlichen Stirnseite der Tennisplätze entlangzieht.

Als der 1982 gegründete Tennisclub unterhalb der Trillfinger Mehrzweckhalle drei Tennisplätze baute, war eine der Auflagen die Aufschüttung eines etwa drei Meter hohen Walles, um die angrenzenden Wohnhäuser vor Störungen durch den sommerlichen Tennisbetrieb zu schützen. Dieser Wall wurde auch bepflanzt, doch im Laufe der Jahre sorgte die hochwachsenden Bäume und das Gebüsch darunter zunehmend für Probleme, weil sie immer dichter an die Tennisplätze heranwuchsen. Auch gelegentliche Rückschnitte brachten nur temporär Milderung.

Blätter, Nadeln und Tannenzapfen auf den Sandplätzen erschwerten deren Pflege und jährliche Instandsetzung stark. Bei ungünstigem Wind fanden auch die Nachbarn entsprechende Hinterlassenschaften in ihren Gärten.

Weil auch der Zahn der Zeit an den Gehölzen – darunter Schwarzkiefern, Weiden, Robinien – nagte, waren offenbar auch nicht mehr alle standsicher. Das machte sich vor allem in jüngster Vergangenheit bei Stürmen bemerkbar. Diese entwurzelten Bäume, die auf die Zäune fielen und sie beschädigten.

Holz wird zu Hackschnitzeln

Da muss was passieren, einigte sich die Vereinsführung mit Stadt- und Ortschaftsverwaltung und weil es sich um ein öffentliches Gelände handelt, griff der Forst ein. Das war auch gut so, denn ohne professionelles Arbeitsgerät wäre die Aufgabe nicht zu schaffen gewesen.

Innerhalb des Montagmorgen war die Sache dann auch erledigt. Viele dickere und dünnere Baumstämme stapelten sich am Schluss am Wegrand. Und dabei sah man deutlich, dass einige davon schon innen faulten. Es dürften schätzungsweise 25 Schüttraum-Meter Holz entstanden sein. Dieses verkauft der Forst nun an eine Firma, die den holzigen Abfall abholt zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Allerdings darf sich der Verein nicht täuschen lassen, dass das Thema ausgestanden ist. Förster Michael Bauer weist darauf hin, dass der jetzt recht kahl wirkende Hang regelmäßige Pflege benötigt, sonst ist er in kürzester Zeit wieder wild bewachsen und man steht vor den selben Problemen.

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