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Haigerloch In Stuttgart wundert man sich

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Das Bier Haigerlocher Original wird es auch weiterhin geben. Die Dinkelacker Schwabenbräu AG als Hersteller des Getränkes dementierte Gerüchte, dass die Sorte bald von der Bildfläche verschwindet Foto: Kost Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Thomas Kost

Haigerloch. Gerüchte, die Produktion des Haigerlocher Bieres werde bald eingestellt, halten sich hartnäckig und sind sogar schon bis zum Hersteller, der Dinkelacker-Schwaben Bräu AG in Stuttgart, durchgedrungen. Doch die Brauerei dementiert klar.

Von verschiedenen Seiten wird derzeit behauptet, das Ende von "Haigerlocher Original" sei gekommen. Es gibt sogar Stimmen, die den genauen Zeitpunkt der Produktionseinstellung zu kennen glauben: Ab März sei Schluss, wird behauptet.

Doch die Brauerei in der Landeshauptstadt erklärt, dass an solchen Äußerungen überhaupt nichts dran sei.

"Über eine Einstellung dieses beliebten Bieres wurde unserseits bisher weder nachgedacht, noch ist hier irgendetwas geplant", erklärte Stephan Seipel, Prokurist und Leiter des Marketings bei der Dinkelacker Schwaben-Bräu AG auf Anfrage unserer Zeitung. "Haigerlocher Original" werde weiterhin gebraut und bleibe unverändert im Produkt-Portfolio erhalten.

Und Seipel tritt auch Vermutungen entgegen, statt Haigerlocher würde Dinkelacker-Bier abgefüllt und lediglich die Haigerlocher Etiketten auf die Flaschen gepappt, um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um Haigerlocher Bier handle. Das Bier werde nach der alt-überlieferten Rezeptur gebraut, betont er.

"Haigerlocher Original" sei zwar nicht das Hauptprodukt seines Hauses (das sind Dinkelacker, Schwaben-Bräu, Sanwald-Weizen und Wulle-Bier), aber man habe die Marke nicht ohne Grund übernommen, denn man wolle den Menschen im Zollernalbkreis und in der Region einfach weiter "ihr vertrautes Bier" brauen und anbieten können. Weil der Herstellungsprozess für die anderen Biere zum Teil aufwändiger sei (Abfüllung in Bügelflaschen), könne man "Haigerlocher Original" preislich auch etwas günstiger anbieten.

Generell wundert sich der Marketing-Leiter aus Stuttgart, wie überhaupt der Eindruck entstehen konnte, dass die Produktion von Haigerlocher Bier eingestellt werde. Er sei mit dieser Frage sogar schon direkt von Endverbrauchern konfrontiert worden. Seipel kann nur vermuten, dass bei einem Händler vielleicht einmal der Nachschub ausgegangen ist und Kunden deshalb dachten, die Marke laufe aus.

Die frühere Haigerlocher Schlossbräu war Anfang der Jahrtausendwende in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Alle Rettungsversuche halfen nichts: Im November 2002 beantragte die Brauerei beim Amtsgericht Hechingen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit. Im Januar 2003 übernahm die Dinkelacker-Schwaben Bräu AG in Stuttgart die Markenrechte und Kundenverträge, nicht aber die Produktionsstätte. Seit März 2003 wird Haigerlocher Bier in Stuttgart gebraut.

2005 kaufte die mittelständische Brauerei Sobragui aus dem westafrikanischen Staat Guinea die technischen Anlagen (Gärkeller, computergesteuertes Sudhaus, Abfüllanlage) der Schlossbräu und baute sie an ihrem Firmensitz in der Hauptstadt Conakry wieder auf. Die noch übrigen Gebäudereste wurden 2010 von der Stadt abgebrochen, mittlerweile ist die Industriebranche in einem vom Land geförderten Sanierungsprogramm.

 
 

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