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Haigerloch Hoffnung für Schmetterlingsraupen

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Das Abmähen eines Feldrandstreifens vor wenigen Tagen hat für Aufsehen gesorgt. Jetzt haben NABU und ein landwirtschaftlicher Betrieb ein Gespräch geführt und sich auf eine gemeinsame Lösung verständigt. Denn die Brennnesseln an solchen Rändern bieten Schmetterlingsraupen und Heuschrecken wichtige Lebensräume.Foto: NABU Foto: Schwarzwälder Bote

Haigerloch. Der NABU Haigerloch-Rangendingen hatte die Vernichtung von Schmetterlingsraupen an extra mit Schildern gekennzeichneten Brennnesselbeständen beklagt (wir haben berichtet). Nun zeichnet sich ein Lichtblick für die künftige Vorgehensweise ab.

Rückblick: Die Verantwortlichen des NABU Haigerloch-Rangendingen hatten eine gute Aktion wieder aufleben lassen und an einigen Stellen in der Feldflur mit Infotafeln auf dort lebende Schmetterlingsraupen aufmerksam gemacht. Nur wenige Tage später waren jedoch in Stetten 1000 Raupen vom Kleinen Fuchs mitsamt den Brennnesseln und den aufgestellten Schildern weggemulcht.

Nach der Berichterstattung in den Tageszeitungen über den Vorfall meldete sich der Verantwortliche bei einem der Sprecher der NABU-Gruppe und berichtete, dass ein Missgeschick unterlaufen sei: Sein Mitarbeiter habe von seinem Platz im Führerhaus der Maschine aus die Schilder nicht gesehen. Diese waren nur mit relativ kurzen Stielen versehen, was sich nachträglich als Nachteil erwies.

Daraufhin wurde vereinbart, dass künftig schon vor Beginn von Mäharbeiten im Juni eine Besprechung zwischen dem NABU und dem Betrieb stattfinden wird und der NABU seinerseits mitteilen wolle, wenn Lebensstätten von Schmetterlingsraupen an Feldweg-Rändern gefunden und gekennzeichnet wurden. Ebenso sagte der Landwirt seine Unterstützung zu, wenn es um die Benachrichtigung von Bewirtschaftern anderer Flächen gehe.

Der NABU Haigerloch-Rangendingen begrüßt diese einvernehmliche Regelung. Sie bedeutet zwar einen erhöhten Aufwand für beide Seiten, gleichzeitig können auf diese Weise jedoch unbeabsichtigte Schäden vermieden werden. Man war sich einig, dass Landwirtschaft heute zwar anders funktioniert als noch vor 50 Jahren, Landwirte jedoch ein eigenes Interesse daran hätten, die Artenvielfalt möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Gänzlich ausgeklammert in dem Gespräch wurde allerdings die generelle Frage nach Sinn und Unsinn des Abmähens von Feldrainen. Diese sind oftmals letzte Rückzugsgebiete besonders für Insekten wie Heuschrecken und Schmetterlingen in einer Zeit, in der alle Wiesen nahezu gleichzeitig abgemäht werden und auch schon die ersten Felder mit den darin lebenden Wildkräutern abgeerntet sind.

Weitere Informationen: Einen Kurzfilm zu der Problematik gibt’s in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks unter https://tinyurl.com/BR-Filmwegraender.

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Thomas Kost

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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